Kaki Carpaccio ist für mich das schönste Herbst-Rezept, das keine Küche braucht. Kaki hauchdünn aufschneiden, mit Feta, Granatapfelkernen und Walnüssen belegen, Orangensaft und Balsamico drüber, fertig. 10 Minuten, kein Herd, kein Ofen, trotzdem ein Teller, der aussieht wie aus dem Restaurant.
Die Kaki begleitet mich seit meiner Grundschulzeit. Jeden Morgen bekam ich eine Lunchbox gepackt, und sobald die Tage kürzer wurden, lag da eine aufgeschnittene Kaki mit einem Löffel drin. Ich habe sie einfach aus der Schale gelöffelt und fand als Kind schon dieses leuchtend orangene Fleisch mit dem Stern in der Mitte faszinierend. Heute schneide ich sie hauchdünn auf und mache ein Carpaccio daraus, weil die Kombination aus süßer Kaki, salzigem Feta und knackigen Walnüssen einfach perfekt ist.
Das Rezept funktioniert als Vorspeise, als leichter Abendessen-Salat oder als Beilage. Besonders gut passt es in die Monate Oktober bis Januar, wenn Kakis Saison haben und richtig reif und aromatisch sind.
Warum dieses Kaki Carpaccio so gut funktioniert
Die Kombination klingt ungewöhnlich, aber sie folgt einer einfachen Logik: süß (Kaki), salzig (Feta), sauer (Balsamico, Orangensaft), bitter (Rucola), knackig (Walnüsse). Alle Geschmacksrichtungen und Texturen in einem Teller, ohne dass eine dominiert.
Die Kaki bringt eine honigähnliche Süße mit, die sich perfekt mit dem salzigen Feta verbindet. Die Granatapfelkerne geben bei jedem Bissen einen kleinen Fruchtkick und die Walnüsse sorgen dafür, dass das Ganze nicht nur weich ist, sondern auch etwas zum Kauen hat. Der Orangensaft als Dressing verstärkt die Fruchtigkeit, ohne die Kaki zu überdecken.
Und das Beste: Es ist in 10 Minuten fertig, sieht trotzdem aus, als hätte man sich richtig Mühe gegeben. Perfekt, wenn Gäste kommen und man eine schnelle, beeindruckende Vorspeise braucht.

Tipps für das perfekte Kaki Carpaccio
Die richtige Kaki-Sorte wählen. Es gibt zwei Haupttypen im Supermarkt: Die Persimon (auch Sharon-Frucht) ist fest und lässt sich gut in dünne Scheiben schneiden. Die klassische weiche Kaki ist reif fast matschig und eignet sich eher zum Löffeln als für ein Carpaccio. Für dieses Rezept die feste Variante nehmen.
Hauchdünn schneiden. Je dünner die Scheiben, desto besser sieht das Carpaccio aus und desto mehr Aroma entfaltet die Kaki pro Bissen. Eine Mandoline oder ein Gemüsehobel macht das einfach. Geht aber auch mit einem scharfen, langen Messer.
Schale dran lassen. Bei der Persimon/Sharon kann die Schale mitgegessen werden. Sie ist dünn und stört nicht. Das spart Arbeit und hält die Scheiben zusammen.
Dressing erst kurz vor dem Servieren. Orangensaft und Balsamico machen die Kaki-Scheiben mit der Zeit weich. Erst direkt vor dem Essen beträufeln, dann bleibt alles schön knackig.
Feta grob bröseln, nicht fein. Größere Feta-Stücke geben beim Essen einen deutlicheren Salz-Kontrast zur süßen Kaki. Fein zerbröselt geht er im Gesamtbild unter.
Variationen des Kaki Carpaccio
Mit Burrata statt Feta. Die cremige Burrata zerreißen und in der Mitte des Carpaccio platzieren. Weniger salzig als Feta, dafür unglaublich cremig. Die Kombination aus süßer Kaki und auslaufender Burrata ist wirklich besonders. Ein Träumchen, ich sag es euch!
Mit Ziegenkäse und Honig. Statt Feta warmen Ziegenfrischkäse auf die Kaki-Scheiben setzen und mit etwas Honig beträufeln. Die säuerliche Note vom Ziegenkäse harmoniert perfekt mit der Kaki.
Mit Prosciutto. Für die Nicht-Vegetarier: Hauchdünner Parmaschinken zwischen die Kaki-Scheiben legen. Süß-salzig wie Melone mit Schinken, aber herbstlicher.
Mit Pistazien statt Walnüssen. Grob gehackte Pistazien bringen Farbe (grün auf orange sieht fantastisch aus) und einen etwas feineren Geschmack als Walnüsse.
Aufbewahren
Kaki Carpaccio ist ein Sofort-Essen. Die Kaki-Scheiben werden mit der Zeit weich, der Rucola fällt zusammen und das Dressing weicht alles auf. Am besten frisch zubereiten und direkt servieren.
Wer vorbereiten will: Die Kaki-Scheiben kann man bis zu einer Stunde vorher schneiden und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Topping und Dressing erst kurz vor dem Servieren draufgeben.
Kaki Carpaccio mit Feta, Granatapfel und Walnüssen
Zutaten
- 2 große Kaki reif, aber noch fest
- 1 Handvoll Rucola
- 1/2 Granatapfel
- 40 g Feta
- 1 Handvoll Walnusskerne
- 2 EL Orangensaft
- 1 EL Balsamico-Essig*
- 2 EL Olivenöl*
- Salz und Pfeffer
Anleitungen
- Die Kaki waschen, den Strunk entfernen und hauchdünn in Scheiben schneiden. Am besten mit einer Mandoline oder einem sehr scharfen Messer.
- Die Kaki-Scheiben fächerförmig auf zwei Tellern verteilen, wie ein Carpaccio.
- Den Rucola waschen und über die Kaki-Scheiben verteilen.
- Die Granatapfelkerne aus der Schale lösen und zusammen mit dem zerbröselten Feta und den grob gehackten Walnüssen über dem Carpaccio verteilen.
- Mit Orangensaft, Balsamico und Olivenöl beträufeln. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Notizen
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Nährwerte
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Häufige Fragen zum Kaki Carpaccio
Kann man die Schale der Kaki mitessen?
Bei der Persimon (auch Sharon-Frucht genannt) ja. Die Schale ist dünn und essbar. Bei der klassischen weichen Kaki ist die Schale etwas ledrig, die löffelt man besser aus. Für Carpaccio die feste Persimon verwenden, da lässt sich die Schale problemlos mitessen.
Welche Kaki-Sorte eignet sich für Carpaccio?
Die feste Persimon oder Sharon-Frucht ist ideal, weil sie sich in hauchdünne Scheiben schneiden lässt. Zu reife, weiche Kakis zerdrücken beim Schneiden und eignen sich nicht für ein Carpaccio.
Wann haben Kakis Saison?
In Deutschland sind Kakis von Oktober bis Januar am besten verfügbar. Die Hauptsaison liegt in den Wintermonaten. Außerhalb der Saison sind sie zwar manchmal erhältlich, aber teurer und weniger aromatisch.
Was passt als Hauptgang nach Kaki Carpaccio?
Als Vorspeise passt das Carpaccio gut vor Pasta, Risotto oder einem herzhaften Ofengericht. In der Weihnachtszeit ist es ein leichter Auftakt vor einem deftigen Hauptgang.
Kann ich das Kaki Carpaccio vorbereiten?
Die Kaki-Scheiben bis zu einer Stunde vorher schneiden und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Topping und Dressing erst kurz vor dem Servieren draufgeben, sonst wird alles matschig.

Guten Appetit,
Mirja
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Ich liebe Kakis! Total lecker auch im Smoothie.
Ich kenne Kakis und sie sind einfach nur lecker. Speziell für Salate und Süßspeisen perfekt geeignet.