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Kürbisknödel mit Salbeibutter – verliebt in Semmelknödel mit Kürbis

Kürbisknödel mit Salbeibutter - https://kuechenchaotin.de

So wie andere Frauen Schuhe oder Kleider shoppen gehen, liebe ich es, beim Lebensmitteldealer meines Vertrauens die Zeit zu vergessen. Gebt mir einen Lebensmittelgroßmarkt und einen Tag Zeit und ich verspreche euch, ihr werdet den ganzen Tag nicht von mir hören! Aber beim Bummeln durch die Regale kommen mir manchmal die schönsten Ideen. Oder wie bei dem Rezept heute: Die Idee lag plötzlich einfach so rum und wartete darauf, eingesammelt zu werden. In einem Kühlschrank. In Form von fertigen Kürbisknödeln.

„Oh Gott, guuuuuck mal!“ rufe ich meinem Kochhelden zu und wedele verführerisch mit den einvakuumierten Semmelknödeln. „Was ist das?“, fragt er zurück. „Kürbisknödel!“, rufe ich mich leicht verliebten Unterton. „Sieht man gar nicht.“, sagt er.
Und er hat recht: Da ist wohl schon Kürbis drin, aber die Farbe hat für Kürbisknödel definitiv noch Luft nach oben. Die fertigen Semmelknödel landen also wieder im Kühlschrank und stattdessen wandern in meinen Einkaufswagen ein Kürbis, Knödelbrot, Käse und was ich sonst noch zu brauchen denke, um meine eigenen, viel schöneren Kürbisknödel selbst zu machen.

Dass ich einen wahren Knödel-Fetisch entwickelt habe, dürfte ja seit den Spinatknödeln und den Käse-Laugen-Knödeln kein Geheimnis mehr sein. Beide sind übrigens ein echter Evergreen in meiner Küche geworden und landen bei immer und immer wieder hier auf dem Tisch!

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Kürbisknödel mit Salbeibutter

Rezept für ca. 10 Kürbisknödel

Für die Semmelknödel
1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 700 g)
1 TL geschmacksneutrales Öl
200 g altbackene Brötchen oder Knödelbrot
170 ml Milch
2 Eier (Größe L)
1-2 EL Mehl
1 TL Muskatnusspulver
1 TL Ingwerpulver
1/2 TL Zimt
50 g geriebener Mozzarella
Salz + Pfeffer

Für die Salbei-Butter
60 g Butter
ca. 15 kleine Salbeiblätter

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Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Deckel und Boden des Hokkaido-Kürbis abschneiden und den Kürbis halbieren. Das Kerngehäuse mit einem Löffel ausschaben. Den Kürbis dünn mit etwas Öl einpinseln und mit einer Gabel mehrfach in die Schale stechen. Den Kürbis auf der Schnittkante liegend für ca. 30-45 Minuten backen, bis das Fruchtfleisch weich wird. Abkühlen lassen und das Fruchtfleisch inklusive Schale in Würfel/kleine Stücke schneiden.

Die altbackenen Brötchen in kleine Würfel schneiden bzw. das Knödelbrot in eine große Schüssel geben. Die Milch lauwarm erhitzen und zusammen mit den Kürbiswürfeln zum Knödelbrot hinzugeben. Alles grob vermengen und für mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Nun die Eier, das Mehl, das Muskatnusspulver, das Ingwerpulver, den Zimt, den Mozzarella und reichlich Salz und etwas Pfeffer hinzugeben und alles mit den Händen schnell vermengen. Die Masse sollte gut durchgemischt sein, aber nicht breiig werden! Dann erneut für 15-30 Minuten ruhen lassen.

In einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen, leicht salzen und die Hitze so weit reduzieren, dass das Wasser nur noch simmert und nicht mehr sprudelnd kocht.
Aus dem Knödelteig 10 Knödel formen und vorsichtig in das simmernde Wasser geben. Die Kürbisknödel für ca. 15-20 Minuten im Wasser ziehen lassen und anschließend gut abtropfen lassen.

In einer großen Pfanne die Butter erhitzen und die Salbeiblätter hinzugeben. Die Knödel in der Butter von allen Seiten goldbraun anbraten und sofort mit den knusprigen Salbeiblättern und der gebräunten Butter übergossen servieren.

Fertig!

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Tipp: Übriggebliebene Knödel im Kühlschrank aufbewahren und am Folgetag in Scheiben schneiden und anbraten.
Oder noch besser: In Scheiben schneiden und in einen Auflauf schichten, der mit Käse überbacken wird. Sooo gut! 

Guten Appetit,
Mia

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3 Kommentare

  • Antworten
    Tamara
    27. September 2019 at 15:33

    Hallo Mia,

    was für ein super Rezept, und die Fotos… 😍 ich kann deinen Knödel-Fetisch wie du es nennst verstehen, mir sind sie früher nie so wirklich gelungen aber seitdem ich im Urlaub in Südtirol ein paar Tricks gezeigt bekommen habe rolle ich alles was mir unter die Finger kommt in meine Knödel 😊 mit Kürbis habe ich sie aber auch noch nie versucht, also vielen Dank für die Idee!

    Lg Tammy

  • Antworten
    Peggy
    23. Oktober 2019 at 17:57

    Liebe Mia,
    das ist eine wundrervolle Idee und sieht goldig aus. Die Knödel stehen schon auf meinem Herbst-Speiseplan. 🙂

  • Antworten
    Jasmin
    16. November 2019 at 18:13

    Liebe Mia, ein toller Beitrag (haha in meinen Stadtbummel bin ich meist auch eher in Delikatessengeschäften, Käseladen unterwegs)
    Die Knödel sind fantastisch geworden!! Habe Zimt / Ingwer und Mozzarella weglassen und dafür zum Schluss noch einen schönen Bergkäse darüber gerieben 😋
    Danke fürs Rezept und Liebe Grüsse
    Jasmin

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