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Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesan – große Semmelknödelliebe

Knödel und ich… das war lange eine sehr schwierige Angelegenheit!
Ich kannte als Kind nur die ganz weiche Variante und die konnte ich – buchstäblich – einfach nicht schlucken. Wenn ein Familienessen mit Knödeln bevorstand, graute es mir schon Tage davor. Auch, wenn ich immer Salzkartoffeln als Ersatz bekam. Schon der Anblick ließ mich schaudern.
Mit den weichen Kartoffelknödeln bin ich tatsächlich bis heute nicht warm geworden. Aber eine andere Variante von Knödeln liebe ich dafür heiß und innig: Semmelknödel! Wann immer ich die Chance habe, an eine gute Portion zu kommen, nutze ich sie. Dazu braucht es nicht viel: Gebt mir ein bisschen Buttersauce und ein bisschen Parmesan und ich bin glücklich! Die Semmelknödel sind dabei der Star auf dem Teller und ganz sicher nicht nur eine Beilage!

Semmelknödel sind eine wunderbare Möglichkeit, altbackenes Brot zu verwerten. Hier in Süddeutschland (ich betone das, weil ich es aus dem Norden gar nicht kenne) kann man jedoch auch ganz praktisch „Knödelbrot“ beim Bäcker des Vertrauens oder manchmal sogar im Supermarkt kaufen.
Meine liebste Variante von Semmelknödel sind und bleiben: Spinatknödel. Das Rezept, das ich euch jetzt präsentiere, ist echtes Seelenfutter.

Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesan - https://kuechenchaotin.de

Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesan

Rezept für 8 Spinatknödel
(4 Portionen als Vorspeise oder 2 Portionen als Hauptspeise)

Für die Knödel
200 g altbackenes Brot oder Knödelbrot
200 g lauwarme Milch
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 g TK-Blattspinat (aufgetaut)
1 EL Butterschmalz
2-3 EL Mehl
50 g geriebener Heumilchkäse oder Bergkäse
1 Prise Muskatnusspulver
Salz und Pfeffer
2 Eier (L)

Außerdem
60 g Butter
50 g geriebener Parmesan

Das altbackene Brot in eine große Schüssel geben, mit der lauwarmen Milch übergießen und ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Den Blattspinat sehr gut ausdrücken und dann grob hacken.
In einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig darin andünsten. Den Spinat hinzugeben und für 3-5 Minuten mitdünsten.

Die Spinatmasse zum Brot in die Schüssel geben. Zwei Esslöffel Mehl, den geriebenen Käse, das Muskatnusspulver und je eine Prise Salz und Pfeffer dazugeben und alles mit den Händen grob verkneten. Die Eier hinzugeben und ebenfalls mit den Händen unterkneten. Sollte der Teig sehr feucht sein, einen weiteren Esslöffel Mehl hinzugeben. Die Masse 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Anschließend aus dem Teig mit den Händen 8 Knödel formen und bereitlegen.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Temperatur so weit herunterregeln, dass das Wasser nur noch sieded (kurz vom Kochen ist).
Die Knödel vorsichtig in das Salzwasser geben und für ca. 15 Minuten ohne Deckel gar ziehen lassen. Anschließend gut abtropfen lassen.

In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Spinatknödel kurz von allen Seiten darin anbraten. Sofort mit etwas Parmesan bestreut servieren.

Fertig!

Beim nächsten Mal würde ich die Knödel sogar noch etwas länger anbraten, damit die Butter leicht bräunt und ein nussiges Aroma bekommt. Das stelle ich mir großartig vor!

Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesan - https://kuechenchaotin.de

Seid ihr Team „Kartoffelklöße“ oder „Team Semmelknödel“?

Guten Appetit,
Mia

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3 Kommentare

  • Antworten
    Tanja
    17. November 2017 at 20:24

    Definitiv Team Semmelknödel.
    Leider muss ich mir mein Knödelbrot immer selbst machen, da ich in Hessen wohne. Keine Chance soetwas hier zu bekommen.
    Als ich das erste Mal in Bayern war hab ich mir einige Tüten Knödelbrot mitgenommen und bin in Dauerproduktion gegangen 😁
    Dein Rezept klingt himmlisch und muss ganz dringend nachgekocht werden.
    Lieben Dank und hab ein schönes Wochenende 🌞
    Tanja

  • Antworten
    Claudia
    19. November 2017 at 10:14

    Wow, dieses Rezept spricht zu meiner Seele. Was ein Traum!

  • Antworten
    NADINE
    22. November 2017 at 07:38

    Kartoffelklöße. Bei uns werden sie aus gekochten Kartoffeln zubereitet, der Teig ist also wie bei Gnocchi oder Schupfnudeln. Nicht verspeiste Klöße werden am nächsten Tag als Bratkloß serviert.
    Das Rezept stammt von meiner Oma und ursprünglich aus Schlesien.

    Vielen Dank für das Spinatknödelrezept. So ähnlich gibt es sie in Italien und ich wollte solche Knödel schon immer mal selbst zubereiten. Das werde ich nun bald mal tun 🙂

    Viele Grüße
    Nadine

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