Diese rote Currypaste kannst du in 20 Minuten selber machen. Frische Chilis, Ingwer, Zitronengras und Gewürze ergeben eine Paste, die so viel besser schmeckt als alles aus dem Glas.
Das Prinzip ist simpel: Alles klein schneiden, im Mörser zu einer Paste verarbeiten, fertig. Du brauchst ein paar Zutaten aus dem Asiamarkt (Kaffirblätter, Zitronengras), aber nichts, was schwer zu bekommen wäre.
Ich mache immer gleich eine größere Menge und friere sie portionsweise ein. Eiswürfelbehälter sind dafür perfekt. So habe ich immer frische Currypaste griffbereit, wenn ich Lust auf Thai-Curry habe.
Warum Currypaste selber machen?
Der Unterschied zu gekaufter Paste ist enorm. Fertige Currypasten schmecken oft flach, man braucht die dreifache Menge, damit überhaupt Geschmack ins Curry kommt. Mit selbstgemachter Paste reicht ein Esslöffel.
Das liegt an den frischen Zutaten. Zitronengras aus dem Glas ist nicht dasselbe wie frisches. Ingwer aus der Tube auch nicht. Die ätherischen Öle, die den Geschmack ausmachen, verflüchtigen sich mit der Zeit.
Zeitaufwand: 20 Minuten. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass die Paste mehrere Curries reicht und eingefroren monatelang hält.

Tipps für die perfekte Currypaste
Die Schärfe steuern: Je mehr Kerne du aus den Chilis entfernst, desto milder wird die Paste. Für eine sanfte Variante alle Kerne raus, für Feuer pur alles drin lassen.
Mörser vs. Mixer: Traditionell wird Currypaste im Mörser hergestellt. Das dauert länger, aber die Textur wird besser. Ein leistungsstarker Mixer funktioniert auch, dann etwas mehr Öl zugeben, damit es läuft.
Zitronengras richtig vorbereiten: Nur den unteren, weichen Teil verwenden (etwa das untere Drittel). Die äußeren Blätter und der obere Teil sind zu holzig.
Kaffirblätter finden: Im Asiamarkt, oft tiefgekühlt. Falls nicht erhältlich, weglassen. Die Paste schmeckt trotzdem gut, nur etwas weniger zitronig.
Frische Zutaten machen den Unterschied: Getrocknete Gewürze (Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma) sind okay, aber Ingwer, Knoblauch und Zitronengras sollten frisch sein.
Variationen der Currypaste
Für grüne Currypaste: Grüne Chilis statt roter verwenden und frischen Koriander (Blätter und Stängel) hinzufügen. Die grüne Variante ist oft schärfer und frischer im Geschmack.
Für mildere Paste: Weniger Chilis (5 statt 10) oder mildere Sorten wie Jalapeños verwenden. Die Kerne komplett entfernen.
Mit Garnelenpaste (für Nicht-Vegetarier): 1 TL Garnelenpaste macht die Currypaste authentischer thailändisch, aber sie ist auch ohne sehr gut.
Mit gerösteten Gewürzen: Koriander- und Kreuzkümmelsamen vor dem Mörsern in einer trockenen Pfanne anrösten. Gibt mehr Tiefe.

Aufbewahren & Einfrieren
Im Kühlschrank hält sich die Currypaste etwa eine Woche. In ein sauberes Glas füllen und darauf achten, dass die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Öl bedeckt ist.
Zum Einfrieren: Portionsweise in Eiswürfelbehälter füllen. Sobald die Würfel durchgefroren sind, in einen Gefrierbeutel umfüllen. So hast du einzelne Portionen, die du direkt ins Curry geben kannst.
Haltbarkeit gefroren: Mindestens 3 Monate, eher länger. Die Paste verliert mit der Zeit etwas Aroma, ist aber auch nach 6 Monaten noch gut verwendbar.
Auftauen: Nicht nötig. Den gefrorenen Würfel direkt in die heiße Pfanne oder den Topf geben.
Rote Currypaste selber machen
Kochutensilien
Zutaten
- 10 rote Chilischoten
- 2 Schalotten
- 4 Knoblauchzehen
- 40 g Ingwer
- 2 Kaffirblätter*
- 2 Stangen Zitronengras
- 2 TL Koriandersamen 20 g
- 1 TL Kreuzkümmelsamen 10 g
- 1 TL Kurkuma* gestrichen
- 2 TL Erdnussöl*
Anleitungen
- Die Chilischoten fein hacken.
- Die Schalotten, den Knoblauch und den Ingwer fein schälen und in feine Würfel schneiden. Die Kaffirblätter grob zerschneiden. Das Zitronengras von äußeren harten Blättern befreien, den unteren, weichen Teil klein hacken.
- Die vorbereiteten Zutaten mit den Gewürzen und dem Öl in einen Mörser geben und zu einer feinen Paste verarbeiten. Bei kleinen Mörsern in Schüben arbeiten. Die rote Curry Paste sofort verarbeiten oder in Gläsern aufbewahren.
Notizen
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Für Dumplings und Co: Dumpling-Teig selber machen und vegetarische Dumplings füllen.

Häufige Fragen zu roter Currypaste
Kann ich die Currypaste auch im Mixer machen?
Ja, ein leistungsstarker Standmixer funktioniert gut. Etwas mehr Öl zugeben, damit die Masse läuft. Die Textur wird etwas feiner als im Mörser.
Wie scharf ist die Currypaste?
Mit 10 roten Chilis inklusive Kernen: sehr scharf. Für eine mildere Version die Kerne entfernen oder weniger Chilis nehmen. 5 Chilis ohne Kerne ergeben eine sanfte Schärfe.
Was mache ich, wenn ich keine Kaffirblätter finde?
Weglassen. Die Paste schmeckt trotzdem gut, nur etwas weniger zitronig. Alternativ etwas mehr Zitronengras oder einen Spritzer Limettensaft verwenden.
Wie viel Currypaste brauche ich für ein Curry?
Für ein Curry für 2-3 Personen reichen 1-2 EL. Das hängt von der gewünschten Intensität ab. Selbstgemachte Paste ist aromatischer als gekaufte, also lieber weniger starten.
Kann ich die Paste auch für andere Gerichte verwenden?
Ja, sie passt zu Suppen, Marinaden, Dressings oder als Würzpaste für Gemüsepfannen. Einfach nach Geschmack dosieren.
Was ist der Unterschied zwischen roter und grüner Currypaste?
Rote Currypaste wird mit roten Chilis gemacht, grüne mit grünen. Grüne Paste enthält oft mehr frischen Koriander und ist tendenziell schärfer und frischer im Geschmack.
Guten Appetit,
Mirja
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Na dann mach ich dich glatt mal den Anfang ;-*
http://www.kochhelden.tv/suesse-chilisauce-selbstgemacht/
Danke mia. Deine rezepte sind einfach hammer. Danke sehr!