Zucchinipuffer – knuspriges Rezept mit Kartoffel und Zitrone

Zucchinipuffer sind meine liebste Art, die sommerliche Zucchinischwemme zu verarbeiten. Außen knusprig, innen saftig, und durch den Zitronenabrieb haben sie eine frische Note, die den meisten klassischen Rezepten fehlt.

Im Garten meiner Großeltern wuchsen die Zucchini früher immer schneller nach, als wir sie essen konnten. Und als dankbare Abnehmerin habe ich mich irgendwann durchs halbe Zucchini-Repertoire gekocht. Bei diesen Puffern bin ich hängengeblieben: Die Kombination aus Zucchini und Kartoffel macht sie knuspriger als reine Zucchinipuffer, die oft etwas weich werden. Und wer die Zucchini vorher ordentlich ausdrückt, bekommt Puffer, die den klassischen Kartoffelpuffer Konkurrenz machen. Heute lieben auch meine Kinder diese Puffer.

In 25 Minuten stehen sie auf dem Tisch. Dazu ein Klecks Kräuter-Crème-fraîche und fertig ist das Sommeressen.

Warum diese Zucchinipuffer so gut werden

Das Problem bei den meisten Zucchinipuffern: Sie werden weich und matschig statt knusprig. Das liegt daran, dass Zucchini zu über 90% aus Wasser besteht. Wer das Wasser nicht rausholt, brät im Grunde wässrige Pfannkuchen.

Bei diesem Rezept lösen zwei Dinge das Problem: Erstens wird die Zucchini vor dem Verarbeiten gründlich im Geschirrtuch ausgedrückt. Zweitens sorgt die Kartoffel für Stärke, die beim Braten knusprig wird. Die Kombination ergibt Puffer, die außen eine richtige Kruste haben und innen trotzdem saftig bleiben.

Der Zitronenabrieb ist das Detail, das den Unterschied macht. Er bringt eine Frische rein, die bei herzhaften Puffern ungewöhnlich ist, aber wunderbar funktioniert. Zusammen mit der Muskatnuss wird daraus ein Geschmack, der mehr Charakter hat als der Standard-Zucchinipuffer.

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Tipps für perfekte Zucchinipuffer

Zucchini gründlich ausdrücken. Das ist der wichtigste Schritt. Die geraspelte Zucchini in ein sauberes Geschirrtuch geben, zusammendrehen und so viel Flüssigkeit wie möglich rauspressen. Es kommt erstaunlich viel Wasser raus. Je trockener die Masse, desto knuspriger die Puffer.

Kartoffeln fein reiben, Zucchini grob. Die Kartoffel soll sich möglichst gleichmäßig in der Masse verteilen und Stärke abgeben. Die Zucchini darf etwas gröber bleiben, damit sie noch Textur hat.

Pfanne richtig heiß. Mittlere bis hohe Hitze, die Butter soll schäumen, aber nicht braun werden. Die Puffer nicht zu früh wenden. Erst wenn die Unterseite goldbraun ist (3-4 Minuten), umdrehen. Sonst fallen sie auseinander.

Nicht zu groß machen. Ein gehäufter Esslöffel pro Puffer ist ideal. Zu große Puffer werden in der Mitte nicht durch und lassen sich schwer wenden.

Auf Küchenpapier abtropfen. Die Puffer nach dem Braten kurz auf Küchenpapier legen, damit überschüssiges Fett abläuft. Dann bleiben sie auch knuspriger.

Variationen

Mit Feta: 50 g Feta zerbröseln und unter die Masse heben. Macht die Puffer würziger und etwas saftiger. Salz dann reduzieren, weil Feta von sich aus salzig ist.

Mit Haferflocken statt Mehl: Den Teelöffel Mehl durch 2-3 Esslöffel zarte Haferflocken ersetzen. Die Haferflocken saugen zusätzlich Feuchtigkeit auf und machen die Puffer etwas gehaltvoller. 10 Minuten quellen lassen, bevor man sie brät.

Im Backofen: Wer nicht in Fett braten will, kann die Puffer auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, leicht mit Öl besprühen und bei 200 °C Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten backen, nach der Hälfte einmal wenden. Sie werden nicht ganz so knusprig wie in der Pfanne, aber deutlich fettärmer.

Mit Möhren: 100 g Zucchini durch 100 g geraspelte Möhren ersetzen. Die Möhren bringen natürliche Süße und Farbe rein. Ergibt hübsche orange-grüne Puffer, die besonders bei Kindern gut ankommen.

Ohne Ei (vegan): Das Ei durch 2 Esslöffel Kichererbsenmehl angerührt mit 2 Esslöffel Wasser ersetzen. Alternativ funktioniert auch 1 Esslöffel Speisestärke als Bindemittel. Die Kartoffelstärke hilft zusätzlich beim Zusammenhalt.

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Was passt zu Zucchinipuffern

Zucchinipuffer sind als Hauptgericht mit Dip genauso gut wie als Beilage. Mein Klassiker ist Kräuter-Crème-fraîche, aber es gibt noch mehr, was dazu passt.

Als leichtes Sommeressen: Ein Klecks Tzatziki oder ein Dip aus Naturjoghurt mit Knoblauch und Dill. Dazu ein einfacher Tomatensalat oder ein grüner Salat mit Zitronendressing.

Als Beilage: Zu gegrilltem Fleisch oder Fisch funktionieren die Puffer als Alternative zu klassischen Kartoffelpuffern. Auch zu einer Gemüsesuppe als knusprige Beilage.

Für Kinder: Pur mit etwas Ketchup oder Apfelmus. Klingt ungewöhnlich, funktioniert aber (das Süß-Herzhaft-Prinzip wie bei Kartoffelpuffern mit Apfelmus).

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Knusprige Zucchinipuffer mit Kartoffel

Diese Zucchinipuffer werden durch die Kartoffel extra knusprig und durch den Zitronenabrieb überraschend frisch. Außen goldbraun, innen saftig. Dazu passt ein Klecks Kräuter-Crème-fraîche.
Portionen 4
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Gesamtzeit 30 Minuten

Zutaten

  • 400 g Zucchini
  • 400 g Kartoffeln festkochend
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 TL Mehl
  • 2 TL Zitronenabrieb Bio-Zitrone
  • 2-3 Eier
  • ¼ TL Muskatnuss, gemahlen*
  • Salz und Pfeffer
  • Butterschmalz oder Öl zum Braten
  • 400 g Kräuter-Quark oder anderer Dip, zum Servieren

Anleitungen

  • Die Zucchini grob raspeln und in ein sauberes Geschirrtuch geben. Kräftig ausdrücken, um so viel Flüssigkeit wie möglich zu entfernen. Das ist der wichtigste Schritt für knusprige Puffer.
  • Die Kartoffeln schälen und fein reiben. Die Zwiebeln ebenfalls fein reiben.
  • Zucchini, Kartoffeln und Zwiebeln in einer Schüssel mit dem Mehl, dem Zitronenabrieb und zwei Eiern vermengen. Ist die Masse noch zu trocken, ein drittes Ei dazugeben.
  • Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen.
  • In einer Pfanne etwas Butter bei mittlerer bis hoher Hitze zerlassen. Jeweils einen Esslöffel der Masse in die Pfanne setzen und flach drücken.
  • Von beiden Seiten ca. 3-4 Minuten goldbraun braten. In Etappen arbeiten, die Pfanne nicht zu voll machen.
  • Auf einem Stück Küchenpapier kurz abtropfen lassen und mit Kräuter-Crème-fraîche servieren.

Notizen

Die Zucchini wirklich gründlich ausdrücken. Je weniger Feuchtigkeit in der Masse, desto knuspriger die Puffer.
Die Kartoffeln sorgen dafür, dass die Puffer besser zusammenhalten als Zucchinipuffer ohne Kartoffel.
Wer mag, kann den Zitronenabrieb durch fein gehackten Dill oder Petersilie ersetzen.
Fertige Puffer lassen sich im Ofen bei 80 °C auf einem Gitter oder einem Teller warmhalten, während man die nächste Ladung brät.
Die Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Zutaten und tatsächlicher Zubereitung abweichen. Sie sind für 3-4 Puffer (1 Portion) ohne Dip berechnet.
Kalorien: 195kcal
Gericht: Hauptgericht

Nährwerte

Calories: 195kcal | Carbohydrates: 21g | Protein: 7g | Fat: 9g | Fiber: 2g

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Häufige Fragen zu Zucchinipuffern

Warum werden meine Zucchinipuffer matschig?

Fast immer liegt es daran, dass die Zucchini nicht genug ausgedrückt wurde. Zucchini besteht zu über 90% aus Wasser. Die geraspelte Zucchini in ein Geschirrtuch geben und richtig fest auswringen. Es sollte kaum noch Flüssigkeit raustropfen. Zusätzlich hilft Kartoffel in der Masse: Die Stärke bindet Feuchtigkeit und macht die Puffer knuspriger.

Kann man Zucchinipuffer vorbereiten?

Die Masse lässt sich nicht gut vorbereiten, weil die Zucchini weiter Wasser zieht. Fertig gebratene Puffer kann man aber warmhalten: Im Ofen bei 80 °C auf einem Gitter (nicht auf Blech, sonst werden sie an der Unterseite weich).

Kann man Zucchinipuffer einfrieren?

Ja. Die fertig gebratenen Puffer abkühlen lassen, einzeln auf einem Blech vorfrieren und dann in einen Gefrierbeutel umfüllen. Zum Aufwärmen im Backofen bei 180 °C ca. 10 Minuten aufbacken. Sie werden nicht ganz so knusprig wie frisch, aber schmecken immer noch gut.

Kann man Zucchinipuffer auch im Backofen machen?

Ja. Puffer auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, leicht mit Öl besprühen und bei 200 °C Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten backen, nach der Hälfte wenden. Sie werden etwas weniger knusprig als in der Pfanne, aber fettärmer.

Was tun bei Zucchinischwemme?

Neben Puffern eignet sich Zucchini für Suppen, Risotto, Pasta, Kuchen (ja, Schoko-Zucchini-Kuchen ist ein Ding) und Aufläufe. Geraspelte Zucchini lässt sich auch gut einfrieren, dann hat man den ganzen Winter über Nachschub.

Welches Mehl für Zucchinipuffer?

Normales Weizenmehl (Type 405 oder 550) reicht. Es wird nur ein Teelöffel benötigt, um die Masse zu binden. Alternativ funktionieren Haferflocken oder Speisestärke. Für glutenfreie Puffer: Reismehl oder Buchweizenmehl.


Guten Appetit,
Mirja

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  1. Achja. Ich weiss, wovon du redest. So langsam können wir Zucchinis nicht mehr sehen. Jeden Tag Zucchini…

    Ich mache am Liebsten Salat! Zucchini vierteln und in ganz dünne Scheiben schneiden. Dann nur ganz kurz in der pfanne andünsten, zwiebel dazu und dann mit essig,öl, salz und pfeffer anmachen wie einen normalen salat. Super lecker und mag sogar mein mann!

    Dein rezept wir auf jeden fall getestet, sind ja noch zucchinis da 😉

    Liebe grüße
    Christina

  2. Hallo Mia,
    hätte ich das mal gestern Abend gewusst! Spaß beiseite, wirklich ein tolles Rezept, das ich mir dringend für den nächsten Zucchini-Flashmob in unserer Küche merken muss (jaja, diese Großeltern mit dem großen Garten ^^).

    <3-liche Grüße,
    Kristina

    PS: Ich habe sie gestern stattdessen mit Ricotta-Tortellini, Tomatensauce und Mozzarella in eine Auflaufform gepackt – vielleicht ist das ja auch was für Dich. 😉

  3. Oh die Puffer sehen echt gut aus! Deine Nudeln hatte ich ja auch schon mal probiert und hab es nicht bereut 🙂 Weißt du vielleicht, ob man die Eier ersetzen kann? Meine Tochter ist gegen Hühnereiweiß allergisch 🙁 Ich musste vor kurzem eine 1,4kg schwere Zucchini verarbeiten. Daraus sind gleich zwei Rezepte entstanden. Zucchinisuppe und Schoko-Zucchini-Kuchen. Den kann ich dir wärmstens empfehlen….oberlecker 🙂 http://experimenteausmeinerkueche.blogspot.de/2013/08/schokokuchen-mit-geheimer-zutat.html
    Liebe Grüße
    Yvonne

  4. Aus meiner letzten Zucchini wurde noch eine Nudel-Fritatta, über die ich auch demnächst posten will. Aber nachdem mir jetzt beim Anschauen deiner Bilder erstmal das Wasser im Munde zusammengelaufen ist, weiß ich, dass ich möglichst bald diese Zucchini Puffer ausprobieren sollte!
    Ganz liebe Grüße,
    Eva

  5. Mit Kartoffeln im Teig werden die Zucchinipuffer nicht so datschig, wie wenn man nur Zucchinis nimmt. Eindeutig die bessere Variante! Und wie immer *mouthwatering* Fotos!

  6. Wow, die sehen superlecker aus. Danke für die Koch-Idee, mach ich morgen!

  7. Hallo Mia,
    bei mir sind es nicht die Großeltern mit dem Garten, sondern meine Eltern. Auch bei uns stehen seit Wochen Zucchini auf dem Speiseplan. Diese Variante habe ich noch nie probiert, wird aber in den nächsten Tagen mal nachgekocht! Zucchini haben wir ja noch genug da 😉

    Liebe Grüße
    Elena

  8. Von einer Zucchinischwemme kann ich als Stadtkind leider nur träumen. Trotzdem sind die Zucchinipuffer was ganz wunderbares!

    Wie wär’s mal mit Zucchinikuchen :)?

    1. Hallo Mia!
      Zucchini und Kürbis wachsen um die Wette.Du kannst jederzeit Nachschub bekommen.
      Liebe Grüsse
      Oma und Opa

      1. 5 Sterne
        Liebe Oma,
        ich hab heute den Beitrag verbessert und dabei deinen Kommentar entdeckt. Du fehlst mir unendlich.
        Deine Mirja

  9. cooli, das hört sich nach einer verdammt leckeren zucchinivernichtungsmethode an, nicht nur zur zucchinischwemmenzeit:)
    bei meinen eltern wirft das fleißige gartengemüse auch ordentlich was ab. richtig übel wirds, wenn man dann eine zucchini übersieht und daraus ein kleines 2,5kg-monster wird: http://woszumessn.blogspot.de/2013/08/deafs-no-bissl-zucchini-sei.html
    dann noch viel spaß beim lieblings-grünes-gemüse verputzen:)
    grüßle, woszumessn

  10. oh wir hatten dies jahr auch einen zucchini überfluss, ich kann sie so langsam nicht mehr sehen. vor allem weil die SO GROß waren, dass die leider auch sehr wässrig daherkamen. aber dank der bio-kiste die donnerstags kommt und ganz kleine runde seit neuestem liefert, kann ich am wochenende mal puffer probieren. hatten wir lange nicht mehr. dank für die inspiration!

  11. Die Wucht!
    Habe als „Dip“ einfach etwas Naturjoghurt 1,5% mit Meersalz, Pfeffer, Knobi und Kräutern verfeinert…
    danke!

  12. Das klingt total lecker und wird auch gleich ausprobiert, also nicht ganz gleich aber ganz bald.
    Vielleicht habe ich auch noch ein Zucchini Rezept was dich eventuell interessiert.
    http://www.linsensicht.de/involtini-di-zucchini/

    Viel Spaß und lieben Gruß
    Chris

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