Veganes Bananenbrot – saftig, ohne Zucker und ohne Weißmehl

Dieses vegane Bananenbrot kommt komplett ohne Eier, ohne Butter, ohne Weißmehl und ohne Haushaltszucker aus. Klingt nach Verzicht, schmeckt aber nach dem Gegenteil: saftig, süß (dank reifer Bananen und Ahornsirup) und mit Schokodrops und Kakaonibs drin, die jede Scheibe zu einem kleinen Highlight machen.

Ich habe extra darauf geachtet, dass das Rezept ohne exotische Zutaten auskommt. Dinkelmehl, Haferflocken, Hafermilch, Apfelessig und Ahornsirup gibt es in jedem normalen Supermarkt. Keine Chiasamen, kein Kokosblütenzucker, kein Aquafaba. Einfach machen und gut.

Fun Fact: Ich habe 2013 schon mal ein Bananenbrot mit Zimt und Walnüssen gebloggt, das allerdings mit Eiern und Zucker gebacken wird. Dieses vegane Rezept ist der Gegenentwurf: Anderer Ansatz, genauso gut.

Warum dieses vegane Bananenbrot so gut ist

Viele vegane Bananenbrot-Rezepte ersetzen einfach die Eier durch Apfelmus und die Butter durch Margarine und hoffen auf das Beste. Dieses Rezept geht einen anderen Weg: Es ist von Grund auf so konzipiert, dass es ohne tierische Produkte funktioniert, statt sie krampfhaft zu imitieren.

Die Kombination aus Dinkelmehl und Haferflocken gibt dem Brot eine tolle Textur. Die Haferflocken nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie beim Backen langsam wieder ab, dadurch wird das Bananenbrot richtig saftig und bleibt es auch noch am nächsten Tag. Der Apfelessig reagiert mit dem Backpulver und sorgt für Fluffigkeit, das ist der gleiche Trick, den auch amerikanische Rezepte für Buttermilch-Pancakes nutzen.

Der Ahornsirup ersetzt den Haushaltszucker und bringt ein warmes, karamelliges Aroma mit, das perfekt zu den Bananen passt. Und die Schokodrops plus Kakaonibs? Sind kein Muss, machen aber jeden Bissen interessanter.

Tipps für das perfekte vegane Bananenbrot

Bananen: Je brauner, desto besser. Das gilt für jedes Bananenbrot, aber bei der veganen Version ist es noch wichtiger. Ohne Eier fehlt ein Bindemittel, und sehr reife Bananen sind matschiger und kleben besser. Schwarze Schale = perfekt.

Hafermilch + Apfelessig = vegane Buttermilch. Der Essig lässt die Hafermilch leicht gerinnen und sorgt in Kombination mit dem Backpulver für mehr Luftigkeit. Den Apfelessig nicht weglassen, auch wenn es merkwürdig klingt.

Nicht zu viel rühren. Trockene und feuchte Zutaten nur so lange verrühren, bis alles gerade eben verbunden ist. Ein paar Klümpchen sind okay. Zu langes Rühren macht den Teig zäh.

Stäbchenprobe nach 50 Minuten. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren. Wenn oben alles dunkel wird, aber innen noch feucht ist: Alufolie drüber und weiterbacken.

Einen Tag warten lohnt sich. Das Bananenbrot schmeckt am Tag danach tatsächlich noch besser, weil die Aromen durchziehen und der Teig kompakter wird. In Frischhaltefolie wickeln und über Nacht stehen lassen.

Variationen

Ohne Schokolade: Schokodrops und Kakaonibs einfach weglassen und stattdessen 2-3 EL Kokosflocken oder Sonnenblumenkerne nehmen. Oder einfach pur lassen.

Mit Walnüssen statt Haselnüssen: Walnüsse passen genauso gut und sind der Klassiker im Bananenbrot. Mein Bananenbrot mit Zimt und Walnüssen geht genau in diese Richtung, allerdings nicht vegan.

Glutenfreie Version: Das Dinkelmehl durch ein glutenfreies Mehl (z.B. Buchweizenmehl) ersetzen. Die Haferflocken müssen dann zertifiziert glutenfreie sein, da herkömmliche Haferflocken Kontaminationsspuren enthalten können.

Mit Erdnussbutter: 2 EL Erdnussbutter zur feuchten Masse geben. Macht das Bananenbrot noch sättigender und gibt eine tolle Erdnussnote. Passt besonders gut zur Schokodrops-Version.

Aufbewahren & Einfrieren

In Frischhaltefolie eingewickelt hält sich das vegane Bananenbrot bei Zimmertemperatur 3-4 Tage, im Kühlschrank bis zu einer Woche. Der Ahornsirup und die Haferflocken helfen, die Feuchtigkeit länger zu halten als bei klassischem Bananenbrot.

Einfrieren funktioniert super: Am besten in Scheiben schneiden und einzeln einfrieren (zwischen Backpapier schichten). Hält sich 2-3 Monate. Einzelne Scheiben direkt im Toaster auftauen, das ist der schnellste Weg zurück zum frischen Geschmack.

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Veganes Bananenbrot mit Haselnüssen und Schokodrops

Saftiges veganes Bananenbrot ohne Haushaltszucker und ohne Weißmehl. Mit Dinkelmehl, Haferflocken und Ahornsirup gebacken. Schokodrops und Kakaonibs sorgen für den extra Genuss.
Portionen 12 Portionen
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Backzeit 1 Stunde
Gesamtzeit 1 Stunde 15 Minuten

Kochutensilien

Zutaten

  • 3 Bananen sehr reife
  • 4 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl z.B. Sonnenblumenöl
  • 4 EL Hafermilch
  • 1 EL Apfelessig*
  • 100 g Ahornsirup
  • 1 Handvoll Haselnüsse
  • 75 g Haferflocken
  • 170 g Dinkelmehl Typ 630
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 1/2 EL Schokodrops
  • 1 1/2 EL Kakaonibs

Anleitungen

  • 2 Bananen schälen und in Stücke brechen. Mit einer Gabel fein zerdrücken und zusammen mit dem Öl, der Hafermilch, dem Apfelessig und dem Ahornsirup verrühren.
  • Die Haselnüsse hacken.
  • In einer zweiten Schüssel die Haferflocken mit dem Dinkelmehl, dem Backpulver, dem Zimt, dem Salz, den Schokodrops, den Kakaonibs und den gehackten Nüssen vermengen. Anschließend die trockenen und die flüssigen Zutaten mite einem Löffel vermengen.
  • Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Einen Bogen Backpapier zerknüllen und unter kaltes Wasser halten. Dann auffalten und eine Kastenform von 20 cm Länge damit auslegen. Den Bananenbrotteig hineinfüllen und glattstreichen.
  • Die übriggebliebene Banane der Länge nach halbieren und auf dem Bananenbrot platzieren.
  • Das Bananenbrot ca. 30-40 Minuten im Ofen backen, bis es etwas Farbe bekommt. Dann mit etwas Backpapier abdecken und zugedeckt noch ein mal 20 Minuten fertig backen.
  • Vor dem Anschneiden mindestens 30 Minuten auskühlen lassen.

Notizen

Die Bananen müssen wirklich richtig reif sein, also mit vielen braunen Flecken. Je reifer, desto süßer und saftiger wird das Bananenbrot.
Haselnüsse können durch Walnüsse oder Pekannüsse ersetzt werden.
Wer keine Schokodrops mag, kann sie weglassen oder durch Rosinen ersetzen.
Das Bananenbrot schmeckt nach einer Nacht Ruhezeit am besten, wenn die Aromen durchgezogen sind.
Die Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Zutaten und tatsächlicher Zubereitung abweichen.
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Kalorien: 224kcal
Gericht: Frühstück, Kuchen, Nachspeise
Küche: Amerikanisch, Deutsch

Nährwerte

Kalorien: 224kcal | Kohlenhydrate: 36g | Proteine: 4g | Fett: 8g

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Häufige Fragen zu veganem Bananenbrot

Wodurch ersetze ich Eier im Bananenbrot?

In diesem Rezept übernehmen die sehr reifen Bananen zusammen mit dem Apfelessig und dem Backpulver die Bindung und den Trieb. Die Bananen halten den Teig zusammen, der Apfelessig reagiert mit dem Backpulver und sorgt für Luftigkeit. Kein Ei-Ersatzpulver nötig.

Kann ich statt Dinkelmehl normales Weizenmehl nehmen?

Ja, funktioniert genauso. Das Ergebnis wird minimal anders in der Textur, aber der Geschmack bleibt sehr ähnlich. Die Menge bleibt gleich (170 g).

Kann ich den Ahornsirup ersetzen?

Agavendicksaft oder Reissirup funktionieren beide. Honig geht auch, dann ist das Brot allerdings nicht mehr vegan. Normaler Zucker funktioniert ebenfalls (dann 70-80 g statt 100 g Ahornsirup), aber der karamellige Geschmack fehlt dann.

Warum ist mein veganes Bananenbrot zu flach geworden?

Meistens liegt es an zu wenig reifen Bananen (die binden schlechter) oder abgelaufenem Backpulver. Backpulver vor dem Backen testen: Einen halben Teelöffel in heißes Wasser geben. Wenn es schäumt, ist es noch gut.

Kann ich veganes Bananenbrot ohne Nüsse machen?

Ja, die Haselnüsse einfach weglassen. Der Teig funktioniert ohne Nüsse genauso gut. Stattdessen Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Kokosflocken nehmen, wenn du trotzdem etwas Crunch willst.

Wie lange muss veganes Bananenbrot backen?

Bei 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 60 Minuten. Ab Minute 50 regelmäßig die Stäbchenprobe machen. Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, locker Alufolie darüber legen.


Guten Appetit,
Mirja

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  1. Bananenbrot geht immer! Egal ob das letztes Jahr mal wieder die Kuh war, die durchs virtuelle Foodbloggerdorf getrieben wurde. Vegan ist auch mal eine Alternative, liest sich gut!

  2. Das leckerste Bananbrot-Rezept überhaupt. Kann garnicht aufhören zu essen. Supertoll 😊!

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