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Marinierte Pfifferlinge – eine große Liebe

Marinierte Pfifferlinge - www.kuechenchaotin.de

Jedes Jahr, wenn ich die ersten Pfifferlinge auf dem Markt oder im Einkaufsladen meines Vertrauens finde, macht mein Herzchen vor Freude einen Satz. Denn: Pfifferlinge waren meine erste Pilzliebe.

Es ist schon mehr als eine Handvoll Jahre her, da war ich beruflich in Berlin, denn fußläufig in der Mittagspause erreichbar war nur ein einziges kleines, familiengeführtes „Restaurant“, dass außer Pommes Schranke kein einziges vegetarisches Gericht auf der Karte hatte. Die ersten Tage war das lustig – ich liebe ja frittierte Sonnenstrahlen – aber erstaunlich schnell habe ich es gehasst dort hin zu gehen. Die Besitzerin hat das gemerkt und eines Tages stand sie am Tisch und verkündete stolz: „Ich habe heute marinierte Pfifferlinge da!“. Doch was nett gemeint war, war für mich ein echter Schock. Ich hasste Pilze. Und nur aus Höflichkeit wollte ich sie wenigstens probieren.

Das war der Beginn einer großen Liebesgeschichte. Denn die Pfifferlinge waren so fantastisch, dass ich seitdem kein Gericht mit ihnen ausschlagen kann. Ich kaufe sie in rauen Mengen, ich esse sie in rauen Mengen. Und die marinierten Pfifferlinge stehen seit jeher jede Saison auf meinem Speiseplan.

Was ich an Pfifferlingen sehr zu schätzen weiss, ist, dass sie so einfach zu putzen sind. Während andere Pilze vorsichtig abgebürstet werden möchten, kann man Pfifferlinge einfach beherzt in ein Wasserbad werfen und den anhängenden Sand so abspülen. Danach ein bisschen Trockentupfen und – et voilá – sind sie schon bereit, zubereitet zu werden.

Marinierte Pfifferlinge - www.kuechenchaotin.de

Marinierte Pfifferlinge

Rezept für 3-4 Personen als Beilage

400 g Pfifferlinge
1 kleine Zwiebel
6 EL ÖL
3 EL Weißweinessig
1/2 – 1 TL Senf
1/2 Bund Petersilie oder Schnittlauch
1/2 TL Zitronenschale
Salz + Pfeffer

Die Pfifferlinge zügig waschen und gut abtrockenen/trocknen lassen. In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig andünsten. Dann die Pilze hinzugeben und scharf anbraten. 
Das restliche Öl mit dem Weißweinessig und dem Senf (1/2 – 1 EL nach Geschmack) zu einer Marinade verrühren und über die Pilzpfanne geben. Alles gut durchrühren und in eine Schüssel geben. Die Petersilie oder den Schnittlauch klein hacken und mit der Zitronenschale unter die Pilze heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mindestens 30 Minuten ziehen lassen.

Fertig!

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Liebt ihr Pfifferlinge auch so sehr wie ich? Und wenn ja: Was sind eure liebsten Rezepte?

Guten Appetit,

Mia

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6 Kommentare

  • Antworten
    Tatiana
    13. August 2016 at 12:51

    Kenne ich!! Ich war auch nie Pilzfan, bis ich aus Neugier mal Pfifferlinge in Rahmsoße gemacht habe… Sünde, aber so lecker! Dazu Knödel… Perfekt.
    Liebe Grüße
    Tatiana

  • Antworten
    Beauty Butterflies
    13. August 2016 at 20:02

    Das klingt sehr lecker! Ich liebe Pfifferlinge – gerade heute Mittag hatte ich im Restaurant Pilzravioli mit Ruccola, Cherrytoomaten, Parmesan und eben Pfifferlingen – Ein Traum!

  • Antworten
    Dirk Staudenmaier
    13. August 2016 at 21:00

    Heute gleich mal Pfifferlinge und Schnittlauch gekauft. Liest sich sehr lecker! Aber sehe ich da nicht auch Zwiebelchen auf deinem Foto?

    • Antworten
      Mia | Küchenchaotin
      15. August 2016 at 11:50

      Ja, siehst du! :)) Ich mache beide Varianten – die mit ist viel besser. Habe das mal ergänzt. Danke dir!

  • Antworten
    didi
    15. August 2016 at 20:02

    bis zum herbst ist es ja auch nimmer lang, dann kann man sich wieder auf die suche nach den pifferlingen machen 🙂 bis dahin muss ich mir dein rezept gut aufgehen, sieht von den bildern her richtig lecker aus 🙂

    grüße didi

  • Antworten
    Lena
    20. August 2016 at 17:29

    Uiii Uii … na das schaut gut aus… will gleich mit meinen Mann eh noch einkaufen, das wird direkt getestet… bin schon sehr gespannt, aber aufgrund der Bilder bin ich mir doch recht sicher, dass es super wird…

    Viele Grüße
    Die Lena

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