Wenn es über 30°C hat und ich trotzdem etwas essen will, das mich nicht schwitzt und schläft, dann mache ich diesen Tomatensalat mit Burrata. Keine Herdplatte, keine Vorbereitung, zehn Minuten – fertig.
Ich bin eigentlich Team „warme Mahlzeit“, aber an wirklich heißen Tagen knicke ich da ein. Und dieser Salat ist so gut, dass ich ihn nicht mehr als Ausweichen empfinde. Bunte Kirschtomaten, geröstete Pinienkerne, Basilikum – und dann diese cremige Burrata in der Mitte, die man aufschneidet und die ihren flüssigen Kern über den Salat verteilt. Da kann Mozzarella einpacken.
Die Burrata lege ich übrigens eisgekühlt auf die zimmerwarmen Tomaten. Klingt nach einem Detail, macht aber wirklich einen Unterschied.
Warum dieser Tomatensalat mit Burrata so gut ist
Burrata ist von außen wie Mozzarella – fester weißer Käse, mild, cremig. Aber innen: flüssige Sahne-Käse-Masse, die beim Aufschneiden rausläuft und sich mit dem Dressing vermischt. Das ist der Unterschied, der den Salat aus der „einfacher Tomatensalat“-Kategorie herausholt.
Dazu kommen geröstete Pinienkerne, die Crunch und eine leicht nussige Note bringen. Und das Balsamico-Olivenöl-Dressing, das simpel ist, aber mit guten Zutaten wirklich trägt. Kein Schnickschnack, keine zehn Zutaten – das ist absichtlich so.
Als Vorspeise für Gäste ist dieser Salat außerdem ideal: sieht auf dem Tisch aus wie etwas Besonderes, ist aber in zehn Minuten fertig und kann teilweise vorbereitet werden.

Tipps für den perfekten Tomatensalat mit Burrata
Reife Tomaten sind alles. Das klingt banal, aber ein Tomatensalat mit wässrigen Wintertomaten ist kein Tomatensalat. Im Sommer bei einem lokalen Marktstand kaufen oder die gemischten Kirschtomaten aus dem Supermarkt nehmen – die sind das ganze Jahr über verlässlich gut.
Burrata kalt, Tomaten zimmerwarm. Die Tomaten 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Aroma entwickeln. Die Burrata direkt aus dem Kühlschrank drauf – der Temperaturkontrast ist bewusst gewählt.
Pinienkerne nicht verbrennen. In der trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze und ständigem Rühren rösten. Sie gehen schnell von „perfekt golden“ zu „bitter und schwarz“ – das passiert in Sekunden. Kurz abkühlen lassen, bevor sie auf den Salat kommen.
Dressing erst kurz vor dem Servieren. Wenn der Salat zu lange in Balsamico zieht, werden die Tomaten weich. Alles vorbereiten, Dressing erst direkt vor dem Anrichten drüber.
Gutes Olivenöl lohnt sich. Bei so wenig Zutaten schmeckt man es.
Variationen
Warmer Tomatensalat mit Burrata: Die Tomaten kurz in Olivenöl in der Pfanne anbraten, bis sie leicht aufplatzen – dann die kalte Burrata drauf. Das heiß-kalt-Erlebnis ist nochmal anders als die Rohvariante, und die Tomaten entwickeln durch die Hitze mehr Süße.
Mit Pfirsich oder Melone: Eine Handvoll Pfirsich- oder Melonenwürfel unter die Tomaten mischen. Klingt ungewöhnlich, funktioniert im Sommer sehr gut – die Frucht bricht die Säure der Tomaten auf.
Mit geröstetem Brot: Einen Scheibe Sauerteigbrot oder Ciabatta in Olivenöl anrösten und daneben legen. Macht aus dem Salat eine vollständige Mahlzeit.
Mit Rucola: Etwas Rucola unter die Tomaten mischen, das bringt eine leicht bittere Note, die gut mit der cremigen Burrata harmoniert.

Aufbewahren
Ehrlich: Dieser Salat ist ein Direktesser. Sobald das Dressing drauf ist, werden die Tomaten weich, die Burrata verliert ihre Textur, und nach einer Stunde im Kühlschrank ist es einfach nicht mehr dasselbe.
Vorbereiten geht teilweise: Tomaten schneiden, Pinienkerne rösten, Dressing anrühren – alles separat aufbewahren und erst direkt vor dem Servieren zusammenstellen.
Tomatensalat mit Burrata
Zutaten
- 300 g Kirschtomaten gerne bunt gemischt
- 1/2 rote Zwiebel
- 8 EL Balsamico-Essig*
- 8 EL Olivenöl*
- 3 EL Pinienkerne
- 2 Burrata
- Salz und Pfeffer
- einige Basilikumblätter
Anleitungen
- Kirschtomaten halbieren. Rote Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.
- Balsamico und Olivenöl zu einem Dressing verrühren.
- Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze goldbraun rösten und kurz abkühlen lassen.
- Tomaten und Zwiebeln auf zwei Tellern verteilen. Je eine Burrata in die Mitte setzen.
- Mit Dressing beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen.
- Basilikumblätter zerrupfen und zusammen mit den Pinienkernen darübergeben.
Notizen
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Nährwerte
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Häufige Fragen zum Tomatensalat mit Burrata
Was ist Burrata und wie unterscheidet sie sich von Mozzarella?
Burrata ist von außen wie Mozzarella – fester weißer Käse aus Kuhmilch. Innen besteht sie aus Stracciatella: einem Gemisch aus Sahne und zerzupftem Mozzarella. Beim Aufschneiden läuft diese cremige Masse raus. Geschmacklich ist Burrata deutlich reicher und cremiger als Mozzarella.
Kann ich den Tomatensalat mit Burrata vorbereiten?
Teilweise ja. Tomaten schneiden, Pinienkerne rösten und Dressing anrühren lässt sich im Voraus erledigen. Das Dressing aber erst direkt vor dem Servieren über den Salat geben, sonst werden die Tomaten weich. Die Burrata immer frisch drauflegen.
Welche Tomaten eignen sich am besten?
Bunte Kirschtomaten sind ideal – sie sind klein genug, dass man sie einfach halbiert, und im Sommer meist von Natur aus süß und aromatisch. Genauso gut gehen Fleischtomaten in Stücken geschnitten oder gemischte Cocktailtomaten.
Ist dieser Salat als Vorspeise für Gäste geeignet?
Sehr gut sogar. Er sieht auf dem Tisch gut aus, ist in zehn Minuten fertig und lässt sich größtenteils vorbereiten. Für 4 Personen einfach die Mengen verdoppeln und eine große Platte anrichten statt zwei Teller.
Wo bekomme ich Burrata?
In gut sortierten Supermärkten in der Kühltheke neben Mozzarella, oft auch beim italienischen Lebensmittelhändler. Wenn sie gerade nicht verfügbar ist, funktioniert das Rezept auch mit Büffelmozzarella – nicht ganz dasselbe, aber nah dran.
Guten Appetit!
Mirja
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Burrata kenne ich ziemlich genau seit einer Woche und bin geneigt, sie als Entdeckung dieses Frühsommers zu betrachten (okay, man weiß nie, was noch kommt). Die Kombi mit den Tomaten, dem Balsamico und dem Olivenöl kann ich mir sehr gut vorstellen und die Fotos sind erste Sahne – Kompliment!
ich bin ein riesengroßer Burrata-Fan. Letztes Jahr waren wir in Apulien und dort habe ich bei weitem die besten Burratas der Welt gegessen. Sahnig, zart schmelzend, einfach perfekt.
Habe das heute zum Abendessen zubereitet, und es war wirklich fantastisch. Das einzigste das ich beim nächsten Mal ändern/hinzufügen möchte, ist einen Esslöffel (oder so) Honig ins Dressing zu mischen, da sowohl mein Balsamic als auch meine Tomaten ein wenig auf der säuerlichen Seite waren.
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Von Burrata habe ich noch nie gehört, aber es sieht aus wie eine großartige Beilage zu Fleisch, wenn es etwas mehr sein darf, oder auch als leichte Mahlzeit. Das muss ich auf jeden Fall nachmachen, auch wenn meine Lieben so ihre Probleme mit Tomaten haben! Vielen Dank dafür. Liebe Grüße