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Vegane Semmelknödel – Rezept für Semmelknödel ohne Ei

Lange Zeit habe ich es vor mir hergeschoben, ein Rezept für vegane Semmelknödel zu machen. “Das ist bestimmt total kompliziert”, habe ich gedacht. “Und wie soll das eigentlich ohne Ei funktionieren?”.Umso
Die Überraschung war dementsprechend groß, als ich festgestellt habe, dass vegane Semmelknödel Rezepte in der Regel sogar viel einfacher gestrickt sind, als klassische Semmelknödel. Für eine gute Bindung braucht man nur ein paar kleine Tricks anwenden und schon hat man aromatisch-fluffige Semmelknödel – ganz ohne tierische Zutaten!

Doch wie funktioniert es denn nun ohne Ei, dass die Knödel nicht auseinanderfallen? Das Geheimnis ist so simpel, dass ich es erst selbst nicht glauben wollte: Sojamilch. Sojamilch hat von Natur aus bindende Eigenschaften und rein theoretisch kann man – sofern sie perfekt ausgeformt werden – auch nur mit Sojamilch als vegane Knödel machen.
Da ich allerdings ein kleiner Schisser bin und schon öfter gelesen habe, dass anderen die Knödel nur mit Sojamilch leider im Topf aufgeschwemmt sind, gehe ich auf Nummer sicher und greife auf zwei weitere Bindemittel zurück: Sojamehl, das in Verbindung mit Sojamilch oder Wasser ähnliche Eigenschaften entwickelt wie Ei und ein bisschen Kartoffelstärke. In dieser Kombi gelingen die veganen Knödel garantiert!

Wer keine Kartoffelstärke bekommt, kann alternativ auch Maisstärke verwenden. Wie weiter oben beschrieben, kann man Sojamehl und Stärke rein theoretisch auch einfach weglassen, man muss dann aber besonders drauf achten, dass die Knödel gut gerollt und das Wasser nicht zu heiß ist.
Und die beste Nachricht ist: Sojamilch und Sojamehl nehmen keinen wirklichen Einfluss auf den Geschmack der Knödel!

Vegane Semmelknödel

Gericht: Beilage
Land & Region: Deutsch, Österreichisch
Keyword: einfach, vegan
Vorbereitungszeit: 25 Minuten
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Wartezeit: 15 Minuten
Arbeitszeit: 1 Stunde
Portionen: 8 Knödel
Ein veganes Semmelknödel Rezept für Semmelknödel ohne Ei
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Zutaten

  • 1 Zwiebel kleine
  • 2 EL Öl
  • 300 ml Sojamilch
  • 400 g Knödelbrot oder altbackene Brötchen
  • 2 EL Sojamehl*
  • 1-2 EL Kartoffelstärke
  • 1 Prise Muskatnuss, gemahlen*
  • 1/2 Bund Petersilie gehackt
  • Salz + Pfeffer

Anleitungen

  • Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze für ca. 5 Minuten anbraten. Leicht abkühlen lassen
  • Eine Hälfte der Sojamilch erhitzen, die andere Hälfte der Sojamilch mit dem Sojamehl verrühren.
  • Das Knödelbrot in eine große Schüssel geben und Sojamilch, Sojamehl-Sojamilch-Mischung und 1 EL Kartoffelstärke hinzugeben. Die Zwiebeln, das Muskatnusspulver, die Petersilie sowie Salz und Pfeffer hinzufügen. und alles grob vermengen. Anschließend 15 Minuten ruhen lassen.
  • In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen lassen. Dann die Hitze so weit runter reduzieren, dass das Wasser nicht mehr sprudelt.
  • Die Knödelmasse noch ein mal gut durchkneten. Sollte sie zu feucht erscheinen, kann etwas mehr Kartoffelstärke hinzugegeben werden, sollte sie zu trocken erscheinen, kann etwas Sojamilch hinzugegeben werden.
    Anschließend mit feuchten Händen 8 Knödel aus der Masse formen. Die Knödel sollten recht fest werden und die Oberfläche muss unbedingt komplett verschlossen und ohne Risse sein.
  • Die Knödel in das siedende Wasser geben, den Deckel aufsetzen und 20 Minuten gar ziehen lassen. Das Wasser sollte zu keinem Zeitpunkt noch ein mal kochen.

Notizen

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Beachtet auch das Video zum Rezept weiter unten im Beitrag!
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Die Knödel lassen sich gut im Kühlschrank aufbewahren und in etwas Wasserdampf wieder erwärmen. Außerdem schmecken ausgezeichnet, wenn man sie in Scheiben schneidet und an in etwas Fett (Margarine, Öl) anbrät.

Guten Appetit,
Mirja

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