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24 Stunden in Sevilla – Sightseeing- und Food-Guide für einen Tag in der Stadt

Vor zwei Wochen hatte ich die Gelegenheit, 24 Stunden privat in Sevilla zu verbringen. Sevilla ist eine wunderschöne Stadt und ich wünschte, ich hätte noch ein bisschen mehr Zeit gehabt! Allerdings ist es auch eine Stadt, die sich für einen 24-Stunden-Besuch perfekt eignet, denn die großen Sehenswürdigkeiten von Sevilla kann man sich alle in relativ kurzer Zeit „erlaufen“.
Ich denke, ich war zur perfekten Reisezeit in der Stadt, denn ich war direkt zur Orangenblüte Anfang April dort.  Zu diesem Zeitpunkt sind die Temperaturen noch sehr angenehm frühsommerlich und die ganze Stadt duftet herrlich nach den Orangenblüten. Es ist wirklich ein Traum!

Sevilla ist mit seinen kleinen Gassen und seinen prachtvollen, bunten Bauten sehr schön anzusehen und auch ohne „richtiges“ Sightseeing eine echte Augenweide. Auch kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten: Allein die Vielfalt an Tapas am Abend ist nahezu unüberschaubar.
Generell kommt man – besonders in den größeren Städten in Spanien – auch als Vegetarier auf seine Kosten. Man muss nur wissen, wo!

Heute verrate ich euch meine Tipps für 24 Stunden Sightseeing und Essen in Sevilla. Ich verspreche euch: Auch ein kurzer Trip hinterlässt hier einen bleibenden Eindruck.

Anreise

Vom Flughafen in Sevilla gelangt man am Besten mit dem Taxi in die Stadt. Der Preis für die Fahrten vom/zum Flughafen ist genormt und liegt zwischen 20 und 25€.
Es lohnt sich auf jeden Fall, ein zentrales Hotel zu suchen. Die Preise sind moderat, für 70-90€ bekommt man mitten im Zentrum gute Zimmer. Ich habe im Hotel Las Casas de los Mercaderes mitten im Zentrum übernachtet und leider ein sehr schlechtes Zimmer abbekommen. Es gibt in diesem Hotel wohl auch bessere Zimmer – ich würde beim nächsten Mal vorab nach einem Zimmer fragen, das nicht im Erdgeschoss liegt.
Da die meisten Sehenswürdigkeiten in Sevilla gut fußläufig aus dem Zentrum heraus erreichbar sind, lohnt es sich meiner Meinung nach, ein paar Euro mehr in eine zentrale Unterkunft zu investieren und dafür in der Stadt selbst keine Transportkosten mehr zu haben.

Außerdem würde ich jedem empfehlen, kein Frühstück im Hotel mitzubuchen, denn: Die Frühstücksbuffets in Sevilla sind nichts Besonderes und in der Stadt gibt es mehrere Gelegenheiten für ein fantastisches Frühstück! Ich bin deshalb am ersten morgen aufgestanden und direkt auf Entdeckungstour gegangen.

Frühstück: Pan y Piú

Direkt im Zentrum liegt das Pan y Piú, das unter der Hand als beste Bäckerei der Stadt gehandelt wird. Hier gibt es regionale Spezialitäten, aber auch internationale Leckereien von süß bis herzhaft. Das Personal spricht nur zum Teil englisch und die meisten Gäste sind Einheimische. Die Preise sind moderat und das Gebäck fantastisch!
Es gibt ein paar wenige Sitzplätze, die schon kurz nach Ladenöffnung (die erst um 8.30 Uhr morgens ist) dauerhaft besetzt sind. Es lohnt sich also früh zu sein oder ein bisschen Zeit mitzubringen, um darauf zu warten, das einer der Plätze frei wird.
Ich hatte ein Croissant mit Vanillecreme und Schokolade gefüllt und ein Zitronen-Tartelette mit Meringue. Beides war fantastisch und ich habe mir insgeheim gewünscht, einen extra-Magen zu haben, um noch ein bisschen mehr probieren zu können.
Alternativ gibt es auch sehr gutes Frühstück im „Gusto“, dazu aber weiter unten mehr.

Metropol Parasol und Plaza de toros de la Real Maestranza de Caballería de Sevilla

Nach dem Frühstück lohnt sich ein kleiner Abstecher in Richtung Nordwesten zum Metropol Parasol. Hierbei handelt sich um ein beeindruckendes Gebäude aus Holz, das ein bisschen an überdimensional große Pilze erinnert. Das Gebäude hat bereits mehrere Preise gewonnen und gehört zu den „neuen Wahrzeichen der Stadt“. Auf dem Weg zurück ins Zentrum kommt man am Plaza de toros de la Real Maestranza de Caballería de Sevilla – dort, wo die Stierkämpfe stattfinden. Ich persönlich würde mir niemals einen Stierkampf ansehen und insgesamt sind Stierkämpfe ein super-kontroverses Thema, aber das Gebäude selbst ist schön und gehört zur Geschichte der Region.

Mittagessen: L’Orangier

Ich gebe zu: ich war nicht im L’Orangier, aber es wurde mir an mehreren Stellen empfohlen. Auch im L’Orangier reicht das Angebot von Frühstücks über Mittagssnacks bis hin zu Tapas am Abend. Das Essen ist günstig und soweit ich gehört habe, schmeckt es sehr gut.
Alternativ gibt es auch Mittagessen im Gusto (ihr merkt, ich mochte es da sehr, sehr gerne), aber dazu gibt weiter unten beim Abendessen mehr!

Kathedrale von Sevilla, Alcázar und Giralda

Nach dem Mittagessen geht es ans Herzstück der Stadt: Kathedrale, Alcázar und Giralda. Alle drei sehen schon von außen wirklich imposant aus! Wer hinein möchte, muss leider sehr, sehr lange Schlangen in Kauf nehmen und viel Zeit mitbringen. Als ich vor Ort war, waren die Schlangen sicher 200 m lang. Auch früh sein lohnt sich nur bedingt, denn viele Touristen stehen schon lange vor der Öffnung an. Ich habe alle drei nur von außen genossen und dabei ein bisschen vom Flair Sevillas aufgesaugt. Auch so war es wunderschön!
Auf den Plätzen rund um die Sehenswürdigkeiten gibt es außerdem diverse andere Möglichkeiten, sich zu beschäftigen: Sei es bei einer Kutschfahrt, beim Zeit vertreiben bei einem Käffchen in einem der umliegenden Cafés oder einfach beim Streunen durch die kleinen Gassen von Sevilla, die das eine oder andere Schmuckstück hervorbringen.

Für den süßen Hunger: Sabor a España

Während ich mich einfach ein bisschen durch die Gassen habe treiben lassen, bin ich auf dieses kleine Juwel gestoßen. Die Mitarbeiter stellen mitten im Laden kleine Turrón-Träume her und es gibt hier alles, was das süße Herz begehrt. Alles Handgemacht.
Wer nicht mit Handgepäck unterwegs ist, wird nicht drum herum kommen, auch für zu Hause das eine oder andere Päckchen mitzunehmen! Ich habe mich durchs Sortiment probiert und für den Abend eine kleine Portion vom Nougat mit Mandeln und Schokolade mitgenommen.

Plaza de España, Parque de María Luisa und Torre del Oro

Der Plaza España liegt südöstlich und etwas außerhalb des Zentrums. Er gehört aber zu einem der absolut schönsten Plätze der Stadt und ist dadurch auf jeden Fall den 20 Minuten-Marsch wert! Der Plaza España wurde 1929 nur anlässlich der Iberoamerikanischen Ausstellung errichtet. Der Platz ist halbkreisförmig gebaut und soll so eine Umarmung der südamerikanischen Kolonien durch Spanien symbolisieren. Er zeugt von einer unglaublichen Detailverliebtheit und man kann eine kleine Ewigkeit dort verbringen und entdeckt immer wieder etwas Neues. Von den Balkonen aus bekommt man einen schönen Blick über den ganzen Platz. Wer mag, kann außerdem auf dem kleinen Kanal mit dem Boot den Platz entlangfahren.
Fun Fact: Der Platz diente als Kulisse für mehrere Filme. Unter anderem für Star Wars! Erkennt ihr, um welchen Teil es sich dabei handelt?

Auf dem Weg zurück zur Stadt kommt man automatisch durch den Parque de María Luisa. Für ein bisschen original sevillanisches Lebensgefühl kann man sich an einem der Stände im Park eine Tüte geröstete Sonneblumenkerne kaufen und auf dem Weg zurück in die Stadt knacken und knabbern. Man knackt die Schale mit den Zähnen, operiert den Kern heraus und schnippst die Schale einfach weg. Die Technik ist nicht so einfach, wie sie sich anhört…
Außerdem liegt auf dem Rückweg ins Zentrum der Torre del Oro, ein alter Wachturm, der ebenfalls eins der ganz alten Wahrzeichen der Stadt ist.

Abendessen: Gusto

Das Gusto war mein absoluter Favorit unter den Restaurants, die ich in Sevilla gesehen habe. Hier gibt es neben Frühstück und Snacks zum Mittagessen auch fantastische Tapas zum Abendessen. Die Auswahl für Vegetarier und Veganer ist herausragend und die Qualität vor allem im Verhältnis zum Preis ausgezeichnet. Ich hatte Mozzarella im Filoteig von der vegetarischen Hauptspeisenkarte und eine kleine Portion der mit Miso glasierten, gegrillten Auberginen mit Tofu. Beides hat hervorragend geschmeckt und wäre ich länger geblieben, wäre ich garantiert auch noch ein mal wiedergekommen. Es lohnt sich, einen Tisch zu reservieren, da das Restaurant immer voll ist! Die Bedienungen sprechen zum Großteil mittelgutes englisch und die Preise sind mit 12-16€ für einen vegetarischen Hauptgang absolut im Rahmen. Außerdem gibt es hier sehr gute Sangría.
Alternativ kann ich euch auch die Cerveceria Giralda um die Ecke empfehlen. Hier ist alles etwas einfacher und bodenständiger gehalten, die Auswahl ist aber (auch für Vegetarier) groß und das Essen schmeckt gut.

Spazieren am Guadalquivir

Wer immer noch nicht genug von Sevilla hat, der sollte unbedingt abends am Guadalquivir spazieren gehen. Der Fluss wird von den Bars, Restaurants und anderen Gebäuden am Ufer erleuchtet und der Anblick ist wirklich schön. Außerdem laden die Lokale am Flussrand zu einem letzten Cocktail ein, bevor man zufrieden und voller Eindrücke ins Bett fällt.

Wart ihr schon mal in Sevilla? Findet ihr, dass ich etwas Wichtiges verpasst habe und was gehört zu euren Favoriten in der Stadt?

Gute Reise,
Mia

 

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1 Kommentar

  • Antworten
    Claudia
    24. April 2018 at 07:51

    Nein, ich war noch nie dort, habe aber schon öfter gehört, dass es dort sehr schön sein soll. Deine Fiotos machen auch richtig Lust darauf! Und ich liebe Food Guides 🙂
    Im April zur Orangenblütenzeit nach Sevilla. Das werde ich mir merken!
    Herzliche Grüße Claudia

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