Karamellisierte Feigen mit Joghurt – das perfekte Herbst-Dessert

Karamellisierte Feigen mit Joghurt sind für mich DAS Herbst-Dessert schlechthin. In der Feigensaison heißt es bei mir: „A fig a day keeps the doctor away“ und ich esse die kleinen Früchtchen am liebsten direkt aus der Tüte. Aber manchmal reiße ich mich zusammen und mache was Richtiges draus.

Dieses Dessert ist so einfach, dass es fast schon peinlich ist: Feigen in Butter-Zucker-Karamell braten, mit Balsamico und Orangensaft ablöschen, auf Joghurt anrichten. 10 Minuten, 7 Zutaten. Der Zimt-Balsamico-Sirup macht das Ganze zu etwas Besonderem, und wer erstmal eine karamellisierte Feige direkt aus der Pfanne probiert hat (Vorsicht, heiß!), wird nie wieder aufhören wollen.

Warum karamellisierte Feigen mit Joghurt so gut funktionieren

Frische Feigen sind für sich genommen schon perfekt. Aber durch das Karamellisieren passiert etwas Magisches: Der braune Zucker verbindet sich mit der Butter zu einem Karamell, der die natürliche Süße der Feigen verstärkt, ohne sie zu überdecken. Dazu kommen Zimt, Balsamico und Orangensaft, die zusammen einen Sirup ergeben, der süß, säuerlich und würzig gleichzeitig ist.

Der Joghurt darunter bringt die nötige Frische rein und fängt die Süße ab. Kein Sahne-Overkill, kein schwerer Nachtisch. Sondern etwas, das nach einem deftigen Herbst-Essen genau richtig ist. Und das Beste: 10 Minuten Zubereitung. Wenn mal überraschend Besuch kommt und man ein beeindruckendes Dessert braucht, das null Aufwand macht, ist das hier die Antwort.

Tipps für perfekte karamellisierte Feigen

Die richtigen Feigen: Am besten reife, aber noch feste Feigen verwenden. Zu weiche Feigen zerfallen in der Pfanne. Sie sollten leicht nachgeben, wenn man sie drückt, aber nicht matschig sein. Ob violette oder grüne Sorte ist egal, beide funktionieren.

Das Karamell nicht zu dunkel werden lassen. Brauner Zucker karamellisiert schnell. Sobald er flüssig ist und leicht blubbert, kommen die Feigen rein. Wenn das Karamell dunkelbraun wird, wird es bitter.

Schnittseite nach unten. Die Feigen immer zuerst mit der Schnittseite in den Karamell legen. So bekommen sie eine schöne goldene Kruste und sehen nachher auf dem Teller spektakulär aus.

Den Sirup nicht vergessen. Der Balsamico-Orangensaft-Sirup macht den Unterschied. Nicht weglassen! Die Säure vom Balsamico balanciert die Süße aus, und der Orangensaft gibt Frische. Den Sirup ruhig 2-3 Minuten einreduzieren lassen, bis er dickflüssig wird.

Joghurt darf kalt sein. Der Kontrast zwischen warmen Feigen und kaltem Joghurt ist gewollt. Griechischer Joghurt (10% Fett) macht es besonders cremig.

Variationen

Mit Mascarpone oder Ricotta statt Joghurt: Wer es üppiger mag, nimmt Mascarpone. Das ist dann zwar kein leichtes Dessert mehr, aber verdammt gut. Ricotta als Mittelweg funktioniert auch super, vor allem mit etwas Honig drüber. Auch einen Teil des Joghurts durch Mascarpone oder Ricotta zu ersetzen funktioniert ganz wunderbar.

Mit Walnüssen oder Pistazien: Ein paar gehackte Walnüsse oder Pistazien über die fertigen Feigen streuen. Bringt Crunch und passt geschmacklich perfekt. Die Nüsse vorher kurz in einer trockenen Pfanne anrösten, dann schmecken sie noch intensiver.

Mit Honig statt Zucker-Karamell: Für eine etwas mildere Variante den braunen Zucker durch 1-2 EL Honig ersetzen. Der Honig karamellisiert nicht ganz so stark, gibt aber ein tolles Aroma. Besonders mit Thymian-Honig eine super Kombination.

Als Topping auf Porridge oder Overnight Oats: Die karamellisierten Feigen funktionieren auch perfekt als Frühstücks-Topping. Einfach morgens fix die Feigen braten und auf Porridge oder Overnight Oats geben. Dann lieber die Zimtstange weglassen und stattdessen eine Prise Zimt direkt ins Porridge rühren.

Aufbewahren & Aufwärmen

Karamellisierte Feigen schmecken frisch am besten. Der Sirup zieht im Kühlschrank zwar nach und wird dicker, aber die Feigen verlieren an Textur. Wenn ihr sie trotzdem vorbereiten wollt: Die karamellisierten Feigen ohne Joghurt in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank lagern und innerhalb von 1-2 Tagen aufbrauchen. Zum Aufwärmen kurz in einer Pfanne bei niedriger Hitze erwärmen oder 30 Sekunden in der Mikrowelle. Den Joghurt immer erst frisch dazugeben.

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Karamellisierte Feigen mit Joghurt

Karamellisierte Feigen in Butter-Zimt-Karamell mit Balsamico und Orangensaft auf cremigem Joghurt. In 10 Minuten fertig und das perfekte Herbst-Dessert, wenn frische Feigen Saison haben. Schmeckt warm und auf Zimmertemperatur.
Portionen 2
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Gesamtzeit 10 Minuten

Zutaten

  • 300 g Naturjoghurt
  • 4 frische Feigen
  • 1 EL Butter
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 Zimtstange
  • einige Tropfen Balsamico*
  • 1 Schuss Orangensaft ca. 30 ml

Anleitungen

  • Den Joghurt in kleine Gläser oder Schüsseln füllen (1 Becher pro Portion).
  • Feigen waschen und den Strunk stutzen. Kleine Früchte halbieren, größere vierteln.
  • Butter in einer Pfanne bei kleiner Hitze zerlassen. Braunen Zucker dazugeben und rühren, bis das Ganze karamellisiert. Die Zimtstange hinzufügen.
  • Hitze steigern. Feigen mit der Schnittseite nach unten in den Karamell legen. Nach 2 Minuten wenden und von der anderen Seite kurz braten.
  • Feigen aus der Pfanne nehmen. Einige Tropfen Balsamico und den Orangensaft in die Pfanne geben. Den Sud bei mittlerer Hitze einige Minuten köcheln lassen, bis ein dicker Sirup entsteht. Zimtstange entfernen.
  • Etwas Sirup in den Joghurt einrühren. Feigen auf dem Joghurt anrichten und restlichen Sirup darüberträufeln.

Notizen

Das Dessert schmeckt sowohl warm als auch bei Zimmertemperatur.
Macht ruhig ein paar Feigen mehr als nötig, denn wenn ihr erstmal eine direkt aus der Pfanne probiert habt, wisst ihr warum.
Griechischer Joghurt macht das Ganze noch cremiger, Mascarpone noch üppiger.
Die Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Zutaten und tatsächlicher Zubereitung abweichen.
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Kalorien: 285kcal
Gericht: Nachspeise

Nährwerte

Calories: 285kcal | Carbohydrates: 38g | Protein: 7g | Fat: 12g | Fiber: 3g

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Häufige Fragen zu karamellisierten Feigen

Welche Feigen eignen sich zum Karamellisieren?

Am besten eignen sich frische, reife Feigen, die noch etwas Festigkeit haben. Zu weiche Feigen zerfallen in der Pfanne. Ob violette oder grüne Sorte spielt keine Rolle, beide lassen sich gut karamellisieren. Getrocknete Feigen funktionieren nicht, sie werden nur zäh.

Kann ich karamellisierte Feigen vorbereiten?

Ja, aber am besten nur die Feigen mit dem Sirup vorbereiten und den Joghurt erst kurz vor dem Servieren dazugeben. Im Kühlschrank halten sich die Feigen 1-2 Tage. Kurz in der Pfanne aufwärmen oder Zimmertemperatur annehmen lassen.

Kann ich statt Joghurt auch Eis oder Mascarpone nehmen?

Absolut. Vanilleeis ist ein Klassiker zu karamellisierten Feigen, Mascarpone macht es besonders cremig. Auch Ricotta mit etwas Honig passt hervorragend. Der Joghurt ist die leichteste Variante.

Wie lange ist Feigensaison?

Frische Feigen gibt es bei uns von August bis November, wobei September und Oktober die Hauptsaison sind. In der Türkei und Griechenland gibt es teilweise schon ab Juni eine frühe Ernte. Außerhalb der Saison findest du manchmal Importware, die geschmacklich aber nicht an die Herbst-Feigen rankommt.

Kann ich den Balsamico weglassen?

Technisch ja, aber der Balsamico bringt eine wichtige Säure-Komponente, die das Dessert davor bewahrt, nur süß zu schmecken. Wenn du keinen Balsamico magst, probiere stattdessen einen Spritzer Zitronensaft. Die Säure braucht das Gericht.

Sind karamellisierte Feigen gesund?

Frische Feigen sind reich an Ballaststoffen, Kalium und Calcium. Durch die Butter und den Zucker ist das Dessert natürlich kein Diät-Rezept, aber im Vergleich zu Kuchen oder Mousse au Chocolat die deutlich leichtere Alternative. Pro Portion sind es unter 300 kcal.

Am besten macht ihr gleich ein paar mehr Feigen, als ihr für das Dessert benötigt. Wenn ihr erstmal eine direkt aus der Pfanne (Vorsicht! SO heiß!) probiert habt, wisst ihr warum 😉

Guten Appetit!
Mirja 

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  1. Ist ja auch ein bisschen französisch – mal sehen, ob das Buch auch so frankophil-lastig ist 😉
    Mir gefällt’s super, Mia – könnte ich gleich genießen!

    Liebe Grüße,
    Sandy

    1. Das muss ich meiner Mama erzählen, dass ich etwas gekocht habe, das „ein bisschen französisch“ ist. Die wär dann so stolz 😀
      Ich freu mich schon so auf das Kochbuch. Bin außerdem gespannt auf dein Rezept! 🙂
      Liebe Grüße!

  2. mir läuft das wasser im mund zusammen … großartig!

  3. Hmmm das klingt suppperrr fein!!! Einfach TRAUMHAFT!
    LG valeria
    http://backengel.blogspot.ch/

  4. Oh, das sieht nach dem perfekten Start in den Tag aus, oder Nachtisch oder einfach zwischendurch. Lecker!

  5. Hm super lecker

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