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Singapur kulinarisch – what to eat in Singapore [kulinarischer Reisebericht]

Im Januar hatte ich die großartige Möglichkeit, mich in die Gewinner-Reise des Food Blog Awards nach Singapur einzuklinken. Unter der fantastischen Führung des Singapore Tourism Boards und unseren bezaubernden Fremdenführern Ignatius und Eunice von SingExpress Travel durfte ich die Stadt mit den Gewinnern des Awards kulinarisch erkunden.  Für mich ein echtes Highlight, denn: dadurch, dass ich die asiatische Küche erst in den letzten Jahren so richtig in ihrer ganzen Vielfalt zu lieben gelernt habe, war ich bisher noch nie dort.

Singapur ist das perfekte Land für Asien-Einsteiger. Der – für Asien verhältnismäßig kleine – Stadtstaat ein echter „Frischling“, denn erst in den 1960ern feierte er seine Unabhängigkeit. Seither leben hier größtenteils Chinesen, Malaien und Inder neben- und miteinander.
Es ist die vielleicht europäischste Stadt Asiens und wer englisch spricht, ist hier klar im Vorteil, denn in Singapur wird hauptsächlich englisch mit wenigen, asiatischen Einflüssen gesprochen.

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Das Stadtbild ist sehr unterschiedlich geprägt – moderne super-Bauten stehen direkt neben alt anmutenden, kleinen Gebäuden und je nach Straßenecke ist es entweder supermodern oder traditionell.
Es ist unfassbar sauber und es wirkt zu jeder Tages- und Nachtzeit so, als hätte gerade jemand frisch durchgewischt. Vandalismus und Umweltverschmutzung werden hier hart bestraft.
Außerdem fühlt man sich in Singapur zu jeder Zeit sehr sicher – was vielleicht auch damit zu tun hat, das Singapur eins der Länder mit den höchsten Lebenserhaltungskosten der Welt ist.

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In Singapur ist es heiß und feucht – rund 32°C hat es durschnittlich am Tag und ein mal am Tag gießt es kurz wie aus Eimern. Außerdem ist die Stadt eine der grünsten Großstädte, die ich je gesehen habe.

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Die kulinarische Vielfalt Singapurs ist, bedingt durch die vielen Kulturen, die sich in der Millionenstadt zusammengefunden haben, schier unüberschaubar. Sicher kann man mehrere Wochen im Land erbringen, ohne auch nur zwei mal das selbe gegessen zu haben.
Wie tief man dafür in die Tasche greifen kann und muss, ist sehr unterschiedlich. Ein vollständiges Menü für umgerechnet 3€, aber auch ein sternereifes Gourmet-Dinner für 300€ sind möglich. Aber eins ist das Essen, egal welcher Preisklasse meistens: unfassbar gut.

Hawker-Center

In Singapur wird nur selten zu Hause gekocht. Die fleissigen Singapurer haben weder die Zeit dazu, noch die Muße. Deshalb findet sich gefühlt an jeder zweiten Ecke ein sogenanntes Hawker-Center – eine Food-Mall mit etlichen kleinen Imbissen, an denen die verschiedensten Köstlichkeiten auf kleinstem Raum zubereitet werden. Die verschiedenen Küchen (chinesisch, malayisch, indisch und ein paar andere) sind hier dicht an dicht aufgereiht. Und wie überall ist es auch hier so: Der Stand mit der längsten Schlange ist (leider) oft der Beste!

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Nicht verpassen darf man hier Chicken Rice in der Variante „half of each“ (DAS Gericht der Singapurer – speziell zubereiteter Reis mit Hühnchen, halb gebraten, halb gekocht), das es auch in einer fast schon erschreckend echten, vegetarischen Form gibt, Laksa (eine typische Reisnudel-Suppe) und Hokkien-Mee (Bratnudeln Singapur-Style).

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Die Singapurer lieben Mock-Meat („Fake-Fleisch“) als eigenständiges Lebensmittel, statt als Fleischersatz, aber nicht alles, was vegetarisch aussieht, ist auch wirklich ohne Fleisch gekocht. Als Vegetarier ist es deshalb ratsam, zu schauen, wo die Mönche essen. In Singapur wird „vegetarisch“ nicht so eng gesehen („Da ist kein Fleisch drin“ = „Man sieht kein Fleisch“) und „vegan“ ist dort fast schon ein Fremdwort. Da viele Mönche jedoch aus religiösen Gründen eine strenge, vegetarische Diät leben, wissen sie genau, wo sie ihr Essen sicher ohne Tier bekommen – ganz davon ab, dass kein Koch sich sein Karma versauen möchte.

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Zum Nachtisch gibt es Fruit Rojak (einen Obstsalat Singapur-Style) oder z.B. Putu Piring (köstlichste kleine, gedämpfte Reisküchlein mit karamellisierter Palmzucker-Füllung) und typische Getränke zum Essen in Singapur sind Kopi (Kaffee) mit Kondensmilch und Butter oder frisch gepresster Zuckerrohrsaft, der zwar sehr süß, aber auch sehr erfrischend ist.

Hotels als kulinarischer Dreh- und Angelpunkt

Sowohl beim Sightseeing, als auch auf der Suche nach gutem Essen, trifft man immer wieder auf die prunkvollen Hotels Singapurs. Sie zählen zu den größten Sehenswürdigkeiten des Landes und beherben fantastische Restaurants.
Beispielsweise im Restaurant des Shangri-La, in dem das Buffett vom wahnsinnig sympathsichen (und jungen!) Küchenchef Vincent Wong mit den fantastischsten Köstlichkeiten ausgestattet wird, im Grand Hyatt oder im Marina Mandarin-Hotel.

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Wer auf einen guten Drink nicht verzichten möchte, darf sich das Raffles Hotel nicht entgehen lassen! Hier wurde der weltbekannte „Singapore Sling“ erfunden.

Was man außerdem nicht verpassen darf

Mutige dürfen es sich nicht entgehen lassen, die „Nationalfrucht“/Stinkefrucht „Durian“ zu probieren! Sie kann pur gegessen oder in anderen Lebensmitteln verarbeitet werden, darf aufgrund ihres Geruchs aber weder aus dem Land ausgeführt werden, noch an den meisten öffentlichen Plätzen verzehrt werden.

Für Vegetarier ist das Loving Hut ein absolutes „muss“! Hier gibt es authentische Küche und alle bekannten Landesspeisen ohne Tier und zum Großteil sogar vegan! Aber auch das „Genesis“ im Stadtteil Little India soll ein Paradies für Vegetarier und Veganer sein.

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Auf der Suche nach ausgefallenen Lebensmitteln und Gewürz-Souvenirs, führt kein Weg am Wet Market in Chinatown vorbei – ein überdachter Markt für Lebensmittel in seiner urigsten und vielleicht ursprünglichsten Form. Hier sollte nicht das beste Schuhwerk angezogen werden – denn der Wet Market heisst Wet Market, weil es dort sehr feucht und fischig ist.
Besonderer Tipp: Anthony the Spice Maker macht alle seine Gewürze selbst und sie sind jeden Cent wert. Ich habe das für euch getestet.

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Direkt um die Ecke des Wet Market ist übrigens ein wunderschöner, öffentlich zugänglicher buddhistischer Tempel, der einen kurzen Besuch mehr als wert ist.

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Chinatown und Little India sind außerdem auch optisch echte Highlights. Ich bin aus dem Fotografieren gar nicht mehr heraus gekommen!

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Und die Party-Animals unter uns werden beim Betreten der 1 Altitude Bar vor Verzückung glucksen! In der momentan höchsten Skybar der Welt, 282 Meter über der Stadt gibt es fantastische Gin-Tonics und andere Longdrinks!

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Und der Sightseeing-Klassiker Singapurs – das Marina Bay Sands Hotel mit seinem Infinity-Pool auf dem Dach – muss natürlich auch seine Erwähnung finden. Es ist das Wahrzeichen der Stadt.

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An dieser Stelle 1.000 Grüße und Umarmungen an die Mitreisenden: Trickytine, geschmeidige Köstlichkeiten, Goats Today, die Foodistas, Veggi.es, Food with a view, Kochblogradio, Fräulein Glücklich, Lisbeths und meinen Kochhelden – es war mir ein Fest, mit euch zu Reisen!
Und ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter, dass ich mich einklinken und an dieser wunderbaren Reise teilnehmen durfte. Ich würde am Liebsten gleich noch mal!

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Guten Appetit,
Mia

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3 Kommentare

  • Antworten
    Gitte
    1. Mai 2016 at 21:27

    Liebe Mia! Wie schön! Dein Bericht lässt mich an unserem gemeinsame Zeit zurückdenken und in Erinnerung schwelgen! Singapur ist wirklich eine tolle Stadt! Ganz liebe Grüße aus Vorarlberg, Gitte von goats.today

  • Antworten
    fräulein glücklich
    3. Mai 2016 at 13:05

    Toller Bericht und tolle Biler <3 Auch mir war es eine Ehre 🙂 Liebe Grüße, Silke

  • Antworten
    Udon Nudel Stir Fry - das perfekte Comfort Food - Kuechenchaotin
    22. Oktober 2017 at 17:11

    […] Nudeln zu probieren (ihr müsst da hin! Sieht unscheinbar aus, ist aber unfassbar gut!) und in Singapur war kein Stand in den Hawker Centern mit Nudeln in der Auslage vor mir sicher. Aber am liebsten von […]

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