Milchreis gehört zu meinen ultimativen Kindheitserinnerungen. Meine Mama hat mich früher von der Schule abgeholt und angekündigt: „Das Essen ist schon im Bett!“ Denn sie hat den angekochten Milchreis immer in unsere Bettdecken gewickelt und dort durchziehen lassen. Das war das Größte für mich.
Inzwischen habe ich eine leichte Milchallergie. Und ich habe lange gebraucht, bis ich einen veganen Milchreis gefunden habe, der nicht irgendwie dünn und mau schmeckt. Das Geheimnis: weißes Mandelmus. Drei Esslöffel davon machen den Milchreis so cremig, dass du die Kuhmilch-Version nicht mehr vermisst. Geht mir jedenfalls so. Ernsthaft!
Warum dieser vegane Milchreis so gut wird
Die meisten veganen Milchreis-Rezepte scheitern an der Cremigkeit. Pflanzenmilch hat weniger Fett als Kuhmilch, und das merkt man. Der Reis wird zwar gar, aber das Ergebnis ist oft wässrig oder zu dünn.
Das Mandelmus löst genau dieses Problem. Es bringt Fett und eine samtige Textur, ohne dass der Milchreis nach Mandel schmeckt. Das Ergebnis ist tatsächlich cremiger als bei vielen Kuhmilch-Versionen.
Bei der Pflanzenmilch funktioniert Hafermilch Barista am besten, weil sie von Natur aus etwas dicker ist. Ich mag gerne No Milk-Varianten (das sind oft Mischungen aus Hafermilch und einer anderen Pflanzenmilchsorte). Aber auch normale Hafermilch oder Sojamilch (Achtung, Eigengeschmack!) gehen. Reis- oder Mandelmilch würde ich nicht empfehlen, die sind meiner Erfahrung nach zu dünn.

Tipps für den perfekten veganen Milchreis
Die richtige Milch: Hafermilch Barista oder No Milk (egal, welcher Hersteller) ist meine erste Wahl. Sie ist cremiger als normale Hafermilch und schäumt nicht so stark. Sojamilch funktioniert auch gut, hat aber einen Eigengeschmack. Finger weg von Reismilch oder Mandelmilch, die sind zu wässrig.
Das Mandelmus: Unbedingt weißes Mandelmus nehmen, kein braunes. Weißes Mandelmus ist aus blanchierten Mandeln, hat einen neutraleren Geschmack und ist meistens auch etwas cremiger. Braunes Mandelmus würde den Milchreis nussiger machen, was nicht zu dem klassischen Geschmack passt.
Die Konsistenz: Der Milchreis dickt beim Abkühlen noch nach. Wenn er dir direkt nach dem Kochen zu flüssig vorkommt, warte fünf Minuten. Und wenn er zu fest ist: einfach einen Schuss kalte Hafermilch unterrühren.
Geduld beim Ziehen: Die 30 Minuten Ziehzeit auf niedrigster Stufe sind wichtig. In dieser Zeit quillt der Reis richtig auf und wird cremig. Nicht abkürzen!
Variationen
Mit Apfelmus: Meine Kinder lieben den Milchreis mit einem großen Klecks Apfelmus obendrauf. Klassiker.
Mit heißen Kirschen: Meine liebste Variante. Ein Glas Sauerkirschen kurz erhitzen, über den Milchreis geben. Die Säure der Kirschen passt perfekt zur Süße.
Anderes Nussmus: Mit braunem Mandelmus, Pistazienmus oder Haselnussmus kann man dem Milchreis einen ganz individuellen, nussigen Geschmack geben. Funktioniert auch als Topping vom Grundrezept
Kalt als Proviant: Veganer Milchreis schmeckt auch kalt richtig gut. Ich koche oft eine größere Menge und esse ihn zwei bis drei Tage lang als schnelles Mittagessen. Perfekt auch fürs Camping oder Wanderungen.

Aufbewahren
Im Kühlschrank hält sich der vegane Milchreis drei bis vier Tage in einem verschlossenen Behälter. Er wird beim Abkühlen fester. Zum Aufwärmen einfach einen Schuss Hafermilch dazugeben und in der Mikrowelle oder im Topf erwärmen. Kalt schmeckt er aber auch, dann ist die festere Konsistenz sogar praktisch.
Veganer Milchreis mit Mandelmus
Zutaten
Für den Milchreis
- 1 l Hafermilch Barista-Variante oder "No Milk"-Variante
- 250 g Milchreis
- 1 Prise Salz
- 1-2 EL Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 3 EL weißes Mandelmus
Zum Servieren
- 3 EL Zucker
- 3 TL Zimt, gemahlen* gestrichen
Anleitungen
- Pflanzenmilch, Milchreis, Zucker, Vanillezucker und Salz in einen großen Topf geben und umrühren.
- Alles unter Rühren aufkochen lassen.
- 15 Minuten bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen.
- Dann den Deckel auflegen, die Temperatur auf die niedrigste Stufe stellen und den Milchreis 30 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Nach 15 Minuten einmal umrühren.
- Falls der Reis zu fest ist, etwas kalte Hafermilch unterrühren.
- Das weiße Mandelmus unter den fertigen Milchreis rühren.
- Zucker und Zimt in einer kleinen Schale mischen. Milchreis in Schalen füllen und mit Zimtzucker bestreut servieren.
Notizen
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Nährwerte
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Häufige Fragen zu veganem Milchreis
Welche Pflanzenmilch für veganen Milchreis?
Hafermilch funktioniert am besten, besonders die Barista-Variante. Sie ist von Natur aus cremiger. Die No Milk-Varianten der meisten Hersteller kommen geschmacklich nah an Kuhmilch dran. Sojamilch geht auch gut, hat aber einen Eigengeschmack. Reis- oder Mandelmilch sind zu dünn und ergeben einen wässrigen Milchreis.
Warum wird mein veganer Milchreis nicht cremig?
Meistens liegt es an der Pflanzenmilch oder am fehlenden Fett. Weißes Mandelmus ist der Trick: Drei Esslöffel davon machen den Milchreis richtig samtig. Außerdem wichtig: Die 30 Minuten Ziehzeit nicht abkürzen.
Kann ich veganen Milchreis im Reiskocher machen?
Ja! Alle Zutaten außer dem Mandelmus in den Reiskocher geben, 15 Minuten unter gelegentlichem Rühren kochen, dann auf Warmhaltestufe stellen und 30 Minuten ziehen lassen. Nach 15 Minuten noch mal umrühren, am Ende das Mandelmus unterrühren.
Wie lange hält sich veganer Milchreis?
Im Kühlschrank drei bis vier Tage in einem verschlossenen Behälter. Er wird beim Abkühlen fester. Zum Aufwärmen einen Schuss Pflanzenmilch dazugeben. Schmeckt aber auch kalt richtig gut.
Kann ich statt Mandelmus etwas anderes nehmen?
Cashewmus funktioniert auch und ist genauso neutral im Geschmack. Kokosmus geht auch, gibt aber einen leichten Kokosgeschmack. Erdnussmus oder Haselnussmus würde ich nicht empfehlen, die sind zu dominant.
Ist veganer Milchreis gesünder als normaler Milchreis?
Kommt drauf an, wie man „gesund“ definiert. Veganer Milchreis hat kein Cholesterin und ist laktosefrei. Durch das Mandelmus enthält er gesunde Fette. Aber es bleibt ein süßes Gericht mit Zucker. Als gelegentliches Essen völlig okay.
Guten Appetit,
Mirja
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