Curryketchup selber machen – mit echten Tomaten und Gewürzen, so viel besser

Was auf einem Grillfest neben dem Grillgut nicht fehlen darf? Curryketchup. Und zwar selbstgemachter. Denn der Unterschied zu dem aus der Flasche ist so groß, dass du danach nicht mehr zurück willst.

Dieser Curryketchup wird nicht einfach aus fertigem Ketchup mit Currypulver zusammengerührt – das kann jeder und schmeckt auch so. Hier werden Dosentomaten mit Weinbrandessig, Currypulver, Senfsamen, Zimt, Piment und Nelken eine Stunde lang eingekocht und zweimal durch ein feines Sieb passiert. Das Ergebnis: Ein Ketchup mit richtigem Tomatengeschmack und einer Curry-Tiefe, die kein Supermarktprodukt hinbekommt.

Klingt nach Aufwand? Ist es nicht. Alles kommt in einen Topf, eine Stunde köcheln lassen, sieben, fertig. Ergibt ca. 900 ml und hält sich im Kühlschrank mindestens 4 Wochen. Ich sag es noch mal: Dieser Ketchup schmeckt SO viel besser, als die gekaufte Variante!

Was diesen Curryketchup so besonders macht

Die ganzen Gewürze machen den Unterschied. Statt nur Currypulver zu nehmen, kommen hier Senfsamen, Piment, Nelken und Pfefferkörner mit in den Topf. Die kochen eine Stunde lang mit und geben ihre Aromen langsam an den Ketchup ab. Danach werden sie rausgesiebt – aber ihr Geschmack bleibt.

Das Ergebnis ist ein Curryketchup, der komplex schmeckt: leicht scharf vom Curry, warm vom Zimt, pfeffrig von den Körnern, mit einer dezenten Senfnote. Das ist mehrere Klassen über „Ketchup + Currypulver verrühren“.

Und der Weinbrandessig sorgt für die richtige Säure, die den Tomatengeschmack stützt statt ihn zu überdecken. Wer keinen Weinbrandessig hat: Apfelessig funktioniert als Alternative, schmeckt aber etwas fruchtiger.

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Tipps für perfekten selbstgemachten Curryketchup

Ohne Deckel köcheln lassen. Der Ketchup muss eindicken – das funktioniert nur, wenn der Dampf entweichen kann. Mit Deckel bleibt er zu flüssig. Eine Stunde ohne Deckel bei niedriger Hitze ist das Minimum.

Zweimal sieben ist nicht verhandelbar. Beim ersten Durchgang werden die groben Gewürze (Pimentkörner, Nelken, Pfefferkörner) rausgefiltert. Beim zweiten wird der Ketchup richtig samtig. Wer nur einmal siebt, hat einen leicht körnigen Ketchup – funktioniert geschmacklich, sieht aber nicht so schön aus.

Gutes Currypulver verwenden. Das ist die Haupt-Geschmacksnote. Billiges Currypulver aus dem Discounter schmeckt nach nichts. Ein aromatisches Currypulver (Madras oder ein Curry vom Gewürzladen) hebt den Ketchup auf ein anderes Level.

Den Ketchup erst abschmecken, wenn er eingedickt ist. Am Anfang schmeckt die Masse wässrig und sauer – keine Panik. Durch das Einkochen konzentrieren sich die Aromen und die Süße der Tomaten kommt raus. Erst am Ende mit Salz und ggf. mehr Zucker abschmecken.

Heiß abfüllen für längere Haltbarkeit. Den Ketchup kurz vor dem Abkühlen in sterilisierte Flaschen füllen (Flaschen vorher 10 Min in kochendem Wasser auskochen). So hält er sich im Kühlschrank locker 6 Wochen.

Variationen des Curryketchups

Extra-scharf: Vor dem Einkochen eine frische Chilischote mitkochen oder am Ende Cayennepfeffer dazugeben. Die Schärfe intensiviert sich beim Abkühlen – vorsichtig dosieren.

Rauchig (BBQ-Style): 1 TL geräuchertes Paprikapulver (Pimentón de la Vera) statt des normalen Zimts. Gibt dem Ketchup eine tiefe BBQ-Note, die perfekt zu Burger und Grillgemüse passt.

Mit Mango: 100 g Mangopüree mit einkochen – gibt eine fruchtige Süße, die an Chutney erinnert. Passt besonders gut zu Halloumi und gegrilltem Gemüse.

Schnelle Version aus fertigem Ketchup: 500 ml Tomatenketchup + 2 EL Currypulver + 1 Prise Cayenne + 1 TL Paprikapulver verrühren. Geht in 2 Minuten, schmeckt aber natürlich nicht so tief wie die eingekochte Version.

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Aufbewahren

In einer sauberen Flasche hält sich der Curryketchup im Kühlschrank mindestens 4 Wochen, heiß abgefüllt in sterilisierte Flaschen sogar 6-8 Wochen. Einfrieren funktioniert auch – in Eiswürfelbehältern einfrieren und bei Bedarf auftauen. Hält sich eingefroren 3 Monate.

Der Ketchup ist übrigens ein tolles Geschenk: In eine hübsche Flasche füllen, ein Etikett drauf – fertig ist das Mitbringsel für die nächste Grillparty.

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Curryketchup selber machen – würzig und aromatisch

Dieser selbstgemachte Curryketchup ist kein Fertig-Ketchup mit Currypulver, sondern wird von Grund auf aus Dosentomaten und echten Gewürzen eingekocht. Senfsamen, Zimt, Piment und Nelken geben eine Tiefe, die kein gekaufter Ketchup hinbekommt. Hält sich im Kühlschrank mindestens 4 Wochen.
Portionen 900 ml
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde
Gesamtzeit 1 Stunde 10 Minuten

Zutaten

Anleitungen

  • Die Dosentomaten fein pürieren.
  • Die pürierten Tomaten zusammen mit allen restlichen Zutaten in einen großen Topf geben.
  • Die Masse zum Kochen bringen und ca. 1 Stunde ohne Deckel bei niedriger Hitze köcheln lassen, sodass sie deutlich eindickt.
  • Mit Salz und ggf. etwas mehr Zucker abschmecken.
  • Den Ketchup durch ein feines Sieb geben, um die ganzen Gewürze (Pimentkörner, Nelken, Pfefferkörner) auszufiltern.
  • Noch ein zweites Mal durch ein feines Sieb passieren, damit der Ketchup wirklich glatt und samtig wird.
  • Vollständig abkühlen lassen, in eine saubere Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Notizen

Das zweimalige Sieben klingt nach Aufwand, macht aber den Unterschied zwischen „selbstgemacht“ und „richtig gut selbstgemacht“.
Beim ersten Sieben werden die ganzen Gewürze rausgefiltert, beim zweiten werden letzte Stückchen entfernt und der Ketchup wird samtiger.
Selbstgemachter Curryketchup hält sich im Kühlschrank mindestens 4 Wochen. Heiß abgefüllt in sterilisierten Flaschen sogar länger.
Die Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Zutaten und tatsächlicher Zubereitung abweichen.
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Kalorien: 55kcal
Gericht: Dip

Nährwerte

Serving: 100ml | Kalorien: 55kcal | Kohlenhydrate: 10g | Proteine: 1g | Fett: 0.5g | Ballaststoffe: 1g

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Häufige Fragen zu Curryketchup selber machen

Wie lange hält sich selbstgemachter Curryketchup?

Im Kühlschrank mindestens 4 Wochen in einer sauberen Flasche. Heiß abgefüllt in sterilisierte Flaschen sogar 6-8 Wochen. Einfrieren ist auch möglich (3 Monate).

Kann ich statt Dosentomaten auch frische nehmen?

Ja, aber dann brauchst du deutlich mehr (ca. 1,5 kg) und die Kochzeit verlängert sich, weil frische Tomaten mehr Wasser enthalten. Dosentomaten sind hier die praktischere und geschmacklich gleichwertige Wahl, weil sie am Strauch reifen durften.

Warum Weinbrandessig und nicht normaler Essig?

Weinbrandessig hat eine tiefere, rundere Säure als normaler Branntweinessig. Apfelessig funktioniert als Alternative und ist etwas fruchtiger. Weißweinessig geht auch. Normaler Branntweinessig ist zu aggressiv.

Ist selbstgemachter Curryketchup vegan?

Ja! Alle Zutaten in diesem Rezept sind pflanzlich. Kein Honig, keine Milchprodukte.

Warum muss ich den Ketchup zweimal sieben?

Beim ersten Durchgang werden die ganzen Gewürze (Pimentkörner, Nelken, Pfefferkörner) entfernt. Beim zweiten wird der Ketchup richtig glatt und samtig. Nur einmal sieben geht auch – der Ketchup wird dann etwas rustikaler.

Kann ich den Curryketchup auch schärfer machen?

Klar! Mehr Currypulver, eine frische Chilischote mitkochen oder am Ende Cayennepfeffer dazugeben. Vorsichtig dosieren – die Schärfe wird beim Abkühlen intensiver.

Verratet doch mal: Was sind eure liebsten, vegetarischen Grillklassiker? Und was gibt es dazu?

Guten Appetit,
Mirja

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  1. Hmm lecker Curryketchup 🙂 Danke für´s Rezept
    Meine liebsten vegetarischen Ztaten auf dem Grill? Hm, ich gehör ja ansich zur Würstchen und Schnitzelfraktion, aber was bei uns auchimmer auf den Grill kommt, sind marinierte Zucchinischeiben, Champignons, Parikastreifen u.ä. und gelegentlich mal ein „Quietschekäse“ (Haloumi) oder Fetaschiffchen…
    sonnige Grüße,
    scrapkat

  2. Obwohl ich manchmal gerne Fleisch esse, finde ich es gerade beim Grillen super, wenn nicht nur fette Würstchen auf dem Grill liegen. Im Sommer mag ichs lieber etwas frischer. Wir lieben unsere Feta Tomaten- oder Lachspäckchen vom Grill. Gerne auch mit Feta gefüllte Datteln als kleine Vorspeise. Aber den Platz für Gemüse und Co. auf dem Grill muss ich mir hart erstreiten ?…

    Das hört sich alles super an und ist sicher für Gäste und Gastgeber eine Hilfe.

    Den Ketchup muss ich mal ausprobieren, hört sich klasse an ♡. Danke für das Rezept.

    Liebste Grüße
    Simone

  3. Charlotte says:

    Mhhh, das sieht ja superlecker aus! Mein Grillfavorit (ich esse kein Fleisch) ist eindeutig der Maiskolben! Vorgekocht mit etwas Öl einstreichen und rauf auf den Grill. Danach noch ein bisschen Salz und Pfeffer drauf, mehr braucht es finde ich nicht 🙂

    Hab einen schönen Feiertag!
    Charlotte

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