Rote-Bete-Kokos-Suppe – cremig, bunt und so einfach

Diese Suppe ist schuld daran, dass ich Rote-Bete-süchtig bin. Bis vor einigen Jahren hatte ich nie wirklich Rote Bete gegessen – 22 Jahre lang hat mich die Angst vor dem „roten Schrecken aus dem Glas“ davon abgehalten. Dann probierte ich an einem Silvesterabend zufällig einen Klecks Rote-Bete-Saft unter einem Stück Ziegenkäse und dachte: „Moment mal. Das schmeckt ja gut.“

Kurz darauf landete ich in meiner Küche mit einer Packung vorgekochter Rote Bete, einer Dose Kokosmilch und der vagen Idee, eine Suppe zu machen. Das Ergebnis: Diese Rote-Bete-Kokos-Suppe. Cremig, leicht asiatisch durch die Limette, mit einer Farbe, die einfach irre ist. Und so unfassbar einfach, dass es fast peinlich ist.

Seitdem diesem Rezept in 2012 habe ich über 20 Rote-Bete-Rezepte auf diesem Blog veröffentlicht. Aber diese Suppe hier war der Anfang von allem.

Warum diese Rote-Bete-Kokos-Suppe so gut ist

Die meisten Rote-Bete-Suppen schmecken erdig und schwer. Diese hier nicht – und das liegt an der Kokosmilch und der Limette. Die Kokosmilch macht die Suppe cremig und mild, die Limette bringt eine frische, leicht exotische Note rein. Das Ergebnis schmeckt weniger nach „deutscher Hausmannskost“ und mehr nach „gemütlicher Abend mit asiatischem Einfluss“.

Dazu kommt: Das Rezept nutzt vorgekochte Rote Bete aus dem Vakuumpack. Kein Schälen, kein Kochen, keine rosa Hände. Einfach auspacken, würfeln, in den Topf. In 30 Minuten steht die Suppe auf dem Tisch – inklusive Kartoffeln kochen.

Und die Farbe. Oh, die Farbe! Knallpink, leuchtend, absurd schön. Wenn du diese Suppe in weiße Schüsseln füllst und einen Klecks weiße Kokosmilch draufgibst, sieht das aus wie aus einem Kochbuch.

Tipps für die perfekte Rote-Bete-Kokos-Suppe

Vorgekochte Rote Bete ist hier perfekt. Für diese Suppe brauchst du keine frische Bete, die du erst eine Stunde im Ofen backen musst. Vorgekochte aus dem Vakuumpack spart enorm Zeit und funktioniert geschmacklich super, weil die Kokosmilch und die Limette den Geschmack dominieren.

Limette, nicht Zitrone. Die Limette gibt eine andere, rundere Säure als Zitrone und passt viel besser zur Kokosmilch. Das ist der kleine Unterschied, der aus einer guten Suppe eine richtig gute Suppe macht.

Schön fein pürieren. Je feiner du pürierst, desto cremiger wird die Suppe. Ein Stabmixer reicht, aber wenn du einen Standmixer hast: Damit wird sie noch seidiger. Die Kartoffeln sorgen zusammen mit der Kokosmilch für die cremige Konsistenz – keine Sahne nötig.

Garnieren nicht vergessen. Ein Klecks Kokosmilch (einfach einen Löffel aus der Dose nehmen und in die Suppe tropfen lassen) und frischer Koriander oder Petersilie machen optisch und geschmacklich den letzten Schliff.

Variationen der Rote-Bete-Kokos-Suppe

Mit Ingwer: Ein daumengroßes Stück frischen Ingwer fein hacken und mit den Zwiebeln andünsten. Gibt der Suppe eine wärmende Schärfe, die perfekt zur Kokosmilch passt. Die beliebteste Variante.

Mit Apfel: Einen säuerlichen Apfel kleinschneiden und mit den Kartoffeln mitkochen. Gibt eine fruchtig-süße Note, die die Erdigkeit der Roten Bete weiter abmildert.

Mit Meerrettich: 1-2 TL frisch geriebener Meerrettich nach dem Pürieren unterrühren. Macht die Suppe schärfer und „nordischer“ – passt besonders gut, wenn du die Suppe als Vorspeise für ein Wintermenü servierst.

Extra cremig: Einen Esslöffel Schmand oder Crème fraîche in jede Portion rühren. Nicht mehr vegan, aber wahnsinnig cremig.

Aufbewahren & Aufwärmen

Die Suppe hält sich im Kühlschrank in einem verschlossenen Behälter 3-4 Tage. Sie eignet sich auch super zum Meal Prep – am Sonntag einen großen Topf machen und die Woche über portionsweise aufwärmen.

Beim Aufwärmen einfach bei mittlerer Hitze im Topf erwärmen und umrühren. Falls sie zu dick geworden ist, etwas Brühe oder Wasser dazugeben. Einfrieren funktioniert auch: Portionsweise einfrieren, hält sich 2-3 Monate.

 

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Cremige Rote-Bete-Kokos-Suppe mit Limette

Diese Rote-Bete-Kokos-Suppe ist cremig, leicht asiatisch angehaucht und in 30 Minuten auf dem Tisch. Vorgekochte Rote Bete, Kartoffeln und Kokosmilch werden zusammen püriert – die Farbe ist der absolute Wahnsinn. Vegan, unkompliziert und perfekt für kalte Tage.
Portionen 4
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gesamtzeit 30 Minuten

Zutaten

  • 500 g vorgekochte Rote Bete
  • 200 g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 400 ml Kokosmilch 1 Dose
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 Limette Saft und Schale
  • etwas Butter oder Margarine
  • Salz und Pfeffer
  • Koriander zum Garnieren optional

Anleitungen

  • Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Butter in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln glasig andünsten.
  • Die Kartoffelwürfel dazugeben und kurz mitrösten.
  • Mit der Gemüsebrühe ablöschen und köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind (ca. 15 Minuten).
  • Währenddessen die vorgekochte Rote Bete in Würfel schneiden.
  • Die Rote Bete und die Kokosmilch zum Topf geben und kurz mitköcheln lassen.
  • Die Limettenschale fein abreiben und ca. 2 EL Limettensaft in die Suppe geben.
  • Alles mit dem Stabmixer fein pürieren.
  • Mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf mehr Limettensaft abschmecken.
  • In Schüsseln anrichten und nach Belieben mit einem Klecks Kokosmilch und frischem Koriander garnieren.

Notizen

Die Limette macht den Unterschied – sie gibt der Suppe eine frische, leicht asiatische Note. Nicht weglassen!
Wer keinen Koriander mag (und ich verstehe euch!), nimmt stattdessen glatte Petersilie.
Die Suppe ist von Natur aus vegan, wenn man Margarine statt Butter nimmt.
Die Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Zutaten und tatsächlicher Zubereitung abweichen.
Kalorien: 230kcal
Gericht: Hauptgericht, Suppe, Vorspeise

Nährwerte

Kalorien: 230kcal | Kohlenhydrate: 22g | Proteine: 4g | Fett: 14g | Ballaststoffe: 4g

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Häufige Fragen zu Rote-Bete-Kokos-Suppe

Ist Rote-Bete-Kokos-Suppe vegan?

Ja! Wenn du Margarine statt Butter nimmst, ist die Suppe komplett vegan. Kokosmilch, Rote Bete, Kartoffeln, Gemüsebrühe und Limette – alles pflanzlich.

Kann ich frische Rote Bete statt vorgekochter nehmen?

Ja, dann musst du sie aber erst kochen oder im Ofen garen (ca. 60 Minuten). Das verlängert die Zubereitungszeit deutlich. Mit vorgekochter Bete ist die Suppe in 30 Minuten fertig.

Welche Kokosmilch eignet sich am besten?

Die aus der Dose mit hohem Fettgehalt (mindestens 60% Kokosanteil). Die fettarme oder die aus dem Tetrapack wird die Suppe nicht cremig genug. Die feste Schicht oben in der Dose nicht abgießen – die gehört rein!

Wie bekomme ich die Suppe so pink?

Die Farbe kommt allein von der Roten Bete. Je mehr Bete und weniger Kartoffeln du nimmst, desto intensiver das Pink. Die Kokosmilch hellt die Farbe leicht auf – wenn du knallpink willst, die Kokosmilch erst ganz zum Schluss und nicht alles untermischen, sondern einen Klecks als Topping draufgeben.

Was passt als Beilage?

Frisches Brot (Sauerteig oder Baguette) oder knusprige Croutons sind Klassiker. Auch Fladenbrot passt super zur leicht asiatischen Note.

Schmeckt die Suppe nach Rote Bete?

Ja, aber mild und angenehm – nicht erdig oder muffig. Die Kokosmilch und die Limette nehmen der Bete die Schwere. Auch Rote-Bete-Skeptiker mögen diese Suppe meistens.


Guten Appetit!
Mirja

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  1. Wow, holy holy soup moly. Am Wochenende ist die dran, HAMMERschön!!!!!!!!!!!!!!!!! Thanks <3

    Jeanny

    1. Liebste Jeanny, wie schön, dass sie dir gefällt!
      Eigentlich wollte ich noch Ingwer und eine Chilischote mit dazutun, hab diese dann aber im Eifer des Kochgefechts ganz vergessen. Das ist sogar bestimmt NOCH besser. Bei nächsten Mal werd ich’s tun!
      Mia

  2. Thomas Sixt says:

    Interessante Kombi, die rote Bete mit Kokosmilch. Der Geschmack hätte mich echt interessiert. Gruß Thomas Sixt

    1. Was für eine Ehre! Danke für den Kommentar 🙂
      Ich fand die Kombination seeeehr lecker. Bin aber – wie ich ja auch geschrieben habe – noch kein Rote Bete-Experte 😉
      Liebe Grüße,
      Mia

  3. Miamiamia – her mit Deiner Spinatsuppenrezeptur! I’m curious! Und dann eröffnen wir ’ne Suppenbar… in der’s obend’rein alle anderen leckeren Sachen gibt… eine Suppenbar Plus… sozusagen… hachwärdattfein…

    1. Hihi! Das klingt nach einem guten Plan! 😀
      Ich werd nächste Woche mal wieder eine Spinatsuppe machen… Und dann schick ich dir den Link! Spinat ist großartig!
      Liebe Grüße,
      Mia

      1. Yeah, ich freu‘ mich…!

  4. Ich mag rote Bete total. Als Suppe habe ich sie aber auch noch nie gegessen, sondern meist als Salat. Aber die Kombination mit Kokos klingt absolut interessant 🙂

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Anne

    1. Salat will ich als nächstes Probieren! Die Suppe war auf jeden Fall totaaaal lecker und ich werde einen neuen rote-Bete-Anlauf starten!
      Liebe Grüße,
      Mia

  5. Ha! Die Überschrift ist der Knaller – eine gute Rechtfertigung, wenn man keine Lust auf bunte Klamotten hat. 😉 Rote Beete mag ich ganz gerne, ich kann sogar diese fiesen eingelegten Dinger aus dem Glas löffeln. Aber frisch sind sie natürlich viiiel besser, die Kombi mit Kokosmilch gefällt mir sehr.

    1. Kleidungstechnisch bin ich halt eher nicht so die bunte (außer einem kräftigen Blau, das findet man öfter in meinem Kleiderschrank), auf dem Teller dafür umso mehr!
      Rote Beete aus dem Glas hab ich noch nie probiert, aber ich kann mir vorstellen, dass DAS die roten Beete sind, die Kinder nicht essen wollen 😛
      Danke für deinen lieben Kommentar!
      Mia

  6. Danke für deinen netten Kommentar. Ist ja lustig, dass wir innerhalb kurzer Zeit die gleiche Idee hatten. 🙂

    1. Tja… Manchmal haben halt zwei …. den gleichen Gedanken 😉

  7. Liebe Mia,

    habe den Samstag bei mir als Kochtag eingeführt, damit ich unter der Woche nicht immer ran muss und stets was gesundes im Kühlschrank habe.
    Letzte Woche habe ich bereits deine Linsensuppe gemacht, da war sie aber eher ein Linsenbrei. Heute gab es Linsensuppe, die rote Bete Kokos und die Rotkohlsuppe brodelt noch hinter mir.

    Tolle einfache Rezepte, ich werde weiter davon gebrauch machen!

    Liebe Grüße,
    Susann (angehende Profiköchin)

  8. Hi Mia,
    ich hab heute dein Suppen-Rezept ausprobiert und finde die Idee mit dem Koriander richtig gut. Zusätzlich habe ich noch ein Stückchen Ingwer gerieben und hinein gegeben 😉
    LG Steffi

  9. hi mia, das gleiche sagt man zu mir immer und das gleiche gebe ich zurück … ich trage nur schwarz, weil mein leben (essen) ist schon bunt genug ! und auch ich habe die ersten 22 jahre meines lebens keine rote bete leiden können … eines tages rote bete hummus gegessen und schon war ich süchtig danach 😉 danke für die coolen ideen und rezepte !!!

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