Ich bin Rote-Bete-Junkie. Und ich weiß, dass das nicht für jeden selbstverständlich ist. „Ich mag rote Bete eigentlich, aber die Suppe, die ich letztens hatte, fand ich nicht so gut“ – diesen Satz hörte ich neulich von einer Freundin. Und da fühle ich mich doch direkt ein bisschen herausgefordert!
Diese Rote Bete Suppe hier ist meine Antwort darauf. Ich habe sie eigentlich als „Rote-Bete-Bekehrungssuppe“ bezeichnen wollen – aber das ist zu hoch gestapelt. Wenn jemand die Knolle grundsätzlich nicht mag, wird auch diese Suppe es nicht retten. Aber für alle, die schon mal eine fade, erdige Suppe mit Rote Bete hatten: Das hier ist eine andere Liga.
Ingwer, Cayennepfeffer und Orangensaft machen aus der Roten Bete etwas Lebendiges, Warmes, ein bisschen scharf. Eine Suppe, bei der ich während des Schreibens schon wieder Hunger bekomme.
Warum diese Rote Bete Suppe so gut ist
Rote Bete hat von Haus aus diesen erdigen, leicht süßlichen Geschmack, den viele kennen – und den manche nicht mögen. Was diese Suppe anders macht: Der Ingwer und der Cayennepfeffer brechen die Schwere auf. Da ist plötzlich Wärme, eine gewisse Schärfe, und die Orange bringt noch eine frische Säure rein, die zusammen mit dem Balsamico alles zusammenhält.
Das Ergebnis ist eine cremige Suppe, die trotzdem nicht schwer wirkt. Sie wärmt von innen, und zwar richtig. Der Cayenne sorgt dafür, dass man sich nach dem Essen tatsächlich wärmer fühlt – das ist keine Einbildung. Perfekt für Herbst und Winter, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und schnell etwas Gehaltvolles will.
Dazu ist sie mit unter 10 Zutaten und ohne großen Aufwand in etwa 40 Minuten fertig. Ein Topf, ein Stabmixer, fertig.
Tipps für die perfekte Rote Bete Suppe
Frische statt vorgekochte rote Bete lohnt sich hier wirklich. Vorgekochte (aus dem Vakuumpack) geht notfalls, aber der Geschmack ist deutlich flacher und die Farbe wird nicht so schön. Frische Knollen geben der Suppe mehr Tiefe – sowohl, was den Geschmack angeht, als auch rein optisch.
Die Stückgröße bestimmt die Kochzeit. Wer die rote Bete in kleine Würfel schneidet, ist nach 15 Minuten fertig. Große Stücke können 30 Minuten brauchen. Ein einfacher Test: Mit einem Messer reinstechen – wenn es ohne Widerstand geht, ist sie gar.
Handschuhe sind dein Freund. Rote Bete färbt alles: Hände, Schneidebrett, Arbeitsfläche. Wer das vermeiden will, zieht einfach Küchenhandschuhe an. Und beim Pürieren: Stabmixer nicht zu weit aus der Suppe ziehen, sonst gibt es ein Kunstwerk an der Wand.
Die Sahne erst am Ende. Wenn man die Sahne zu früh hinzufügt und dann noch lange kocht, kann sie ausflocken. Kurz vor dem Pürieren rein, dann ist alles gut.
Schärfe nach Geschmack. 1 TL Cayenne ist für normale Toleranz gut. Wer es wirklich scharf mag, geht auf 2 TL. Wer empfindlich ist, fängt mit einem halben an und probiert nach dem Pürieren.
Variationen der Roten Bete Suppe
Mit Kokosmilch statt Sahne wird die Suppe vegan und bekommt eine leicht asiatische Note. Dann passt Koriander statt Schnittlauch als Topping, und die Orange kann man weglassen oder durch Limette ersetzen. Ich habe dafür auch ein eigenes Rezept – deutlich anders im Geschmack, aber genauso gut.
Mit Kartoffeln wird die Suppe sättigender und etwas milder. Einfach 1-2 mittelgroße Kartoffeln schälen, würfeln und gemeinsam mit der roten Bete kochen. Der Eigengeschmack der Bete tritt dann etwas in den Hintergrund – gut für alle, die sich herantasten wollen.
Mit gerösteten Nüssen als Topping bekommt die Suppe einen schönen Crunch. Walnüsse oder Kürbiskerne passen besonders gut, kurz in der trockenen Pfanne angeröstet.
Aufbewahren & Aufwärmen
Im Kühlschrank hält sich die Suppe problemlos 3 Tage, im verschlossenen Behälter. Sie dickt beim Abkühlen etwas nach – beim Aufwärmen einfach einen Schluck Gemüsefond oder Wasser dazugeben und bei mittlerer Hitze erwärmen.
Einfrieren geht ebenfalls gut, allerdings am besten ohne die Sahne. Die gibt man dann frisch beim Aufwärmen dazu. So hält sie sich bis zu 3 Monate im Gefrierer.
Rote Bete Suppe mit Ingwer und Cayenne
Zutaten
- 2 TL Butter
- 3 Knollen rote Bete groß
- 1 rote Zwiebel groß
- 1 Stück Ingwer etwas daumennagelgroß
- 2 TL Balsamico-Essig*
- 350-450 ml Gemüsefond
- 1 Orange klein, davon der Saft
- 200 ml Sahne
- 1-2 TL Cayennepfeffer
- 1 Handvoll Schnittlauch in feine Ringe geschnitten
Anleitungen
- Rote Bete, Zwiebel und Ingwer schälen und in Stücke schneiden.
- Butter in einem Topf erhitzen und alles darin anbraten.
- Mit dem Balsamico-Essig ablöschen.
- 350 ml Gemüsefond und den Saft der Orange dazugeben.
- Zugedeckt köcheln lassen, bis die rote Bete weich ist – je nach Stückgröße 15 bis 30 Minuten.
- Drei Viertel der Sahne und den Cayennepfeffer hinzufügen.
- Alles fein pürieren, bis die Suppe glatt ist. Bei Bedarf mit mehr Fond auf die gewünschte Konsistenz bringen.
- Auf Schüsseln verteilen, mit der restlichen Sahne und gehacktem Schnittlauch garnieren.
Notizen
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Nährwerte
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Rote-Bete-Kokos-Suppe – die asiatisch angehauchte Version mit Kokosmilch und Limette. Ganz anders im Geschmack, aber genauso schnell.
Rote Bete aus dem Ofen – wer mehr Aroma will, röstet die Knollen vorher im Ofen. Das ist übrigens auch eine tolle Basis für diese Suppe hier.
Pasta mit roter Bete – für alle, die auf den Geschmack gekommen sind und noch mehr mit der Knolle machen wollen.
Häufige Fragen zur Roten Bete Suppe
Kann ich vorgekochte rote Bete aus dem Vakuumpack verwenden?
Ja, das geht – und spart Zeit. Der Geschmack ist aber deutlich flacher als bei frischen Knollen und die Frabe wird leider auch nicht so schön leuchtend. Wenn du die vorgekochten verwendest, lass sie kurz mit anbraten, damit sie etwas Röstaromen bekommen.
Wie kann ich die Rote Bete Suppe vegan machen?
Butter einfach durch Olivenöl oder Kokosöl ersetzen, die Sahne durch Hafersahne. Der Charakter der Suppe ändert sich minimal – funktioniert trotzdem sehr gut.
Wie verhindere ich, dass die rote Bete alles anfärbt?
Handschuhe beim Schälen und Schneiden helfen. Wenn die Suppe trotzdem spritzt (beim Pürieren passiert das schnell): Edelstahl- und Glasflächen lassen sich gut reinigen, Holz und helle Kunststoffe weniger. Sofort abwischen ist besser als warten.
Wie lange koche ich rote Bete für die Suppe?
Frische rote Bete braucht je nach Stückgröße 15 bis 30 Minuten. Am schnellsten geht es in kleinen Würfeln. Mit einem Messer hineinstechen: Wenn es ohne Widerstand geht, ist sie gar.
Passt diese Rote Bete Suppe auch als Vorspeise?
Sehr gut sogar. In kleineren Mengen serviert und mit einem Sahneklecks und Schnittlauch garniert macht sie auf dem Tisch was her. Die intensive Farbe ist dabei ein echter Vorteil.
Guten Appetit,
Mirja
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Wow, was für Farben! Die Suppe sieht so schön und auch lecker aus! Das mit dem Cayennepfeffer dabei gefällt mir übrigens besonders gut, der hat so eine eigenwillige schöne Schärfe.
Liebe Grüße, Christina
Liebe Mia, tolles Rezept ! Tolle Fotos ! Ich liebe Deinen Blog und freue mich schon sehr darauf was Du uns diesen Winter und vor allem in der Adventszeit kredenzen wirst.
Liebe Grüße
Julia
oh, hört sich sehr lecker an! Wer meinen Blog kennt, weiß dass ich ein Rote-Bete Fan bin. Das ist das schönste am Herbst und Winter…endlich kann man wieder Suppen kochen und genießen. Im Sommer ja immer undenkbar, obwohl es auch sehr leckere kalte Varianten gibt. Ich habe ja mal eine Rote-Bete Suppe mit Buttermilch probiert. Hmm!
VG Anastasia
Hmm und wieder ein tollesgerichtvon dir was sofort in Hamburgs Küche nachgekocht werden muss:-)ich liiiiiiiebe deine Rezepte !!!!
Rote Beete mit Orange und Cayenne Pfeffer?! Das hoert sich so merkwuerdig an, das muss gut sein! 🙂
Sieht super lecker aus und die Zutaten schmeckten zusammen bestimmt auch so. Tolle Fotos. Hab nun Hunger bekommen 🙂 Kennst Du eigentlich den neuen Blogger-System Anbieter qwer com ? Ich würde mich sehr über eine Antwort auch per Email von Dir
freuen. Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg mit Deinem Blog.
so eine wunderschöne farbe!!!! das muss ausprobiert werden 🙂
Hört sich klasse an aber ist das korrekt das in die Suppe kein Salz kommt ?
Fond wird ja bekanntlich ohne Salz zubereitet im Gegensatz zur Brühe, kommt mir so fad vor oder täuscht das ?
Hallo lieber Klaus,
wenn man einen gekauften Fond nimmt (und ich unterstelle jetzt einfach mal, dass der größere Teil meiner und der Durchschnittsbürger Leser das tun), dann ist dieser leider in den allermeisten Fällen eben doch schon gesalzen. So ist es jedenfalls bei allen gängigen, großen Marken.
Ansonsten: Wem Salz fehlt, der darf natürlich gern salzen!
Viele Grüße,
Mia
Gestern ausprobiert und für gut befunden! Ich hätte nicht gedacht, dass eine kleine Prise Cayenne so einen großen und köstlichen Effekt haben würde! Nun sind auch die letzten roten Knollen für dieses Jahr verkocht, dein Rezept habe ich aber in meine Herbstsammlung für die nächste Saison aufgenommen. 🙂
Liebe Grüße, Emilie