Gnocchi mit Kürbis und Feta aus dem Ofen – Herbst vom Blech

Gnocchi mit Kürbis und Feta aus dem Ofen, das ist für mich Herbst in einer Auflaufform. Oder genauer: auf einem Blech. Ein Blech, 40 Minuten, fast null Abwasch. So mag ich das.

Die Idee dazu kam aus meinem ofengerösteten Kürbis mit Zimt, Honig und Feta, der hier auf dem Blog seit Jahren einer der beliebtesten Beiträge ist. Das Problem war nur: So gut der Kürbis auch ist, er ist halt eine Beilage. Und ich hatte Hunger auf eine richtige Mahlzeit. Also habe ich kurzerhand Gnocchi dazugeworfen, alles zusammen in der Honig-Zimt-Marinade geschwenkt und ab in den Ofen damit. Das Ergebnis: Die Gnocchi werden außen knusprig, der Kürbis butterweich, und der Feta schmilzt zu einer cremigen Schicht über allem. Dazu dieser Duft nach Zimt und Honig. Ehrlich, ich mache das mittlerweile regelmäßig, sobald der erste Hokkaido im Laden liegt.

Warum Gnocchi mit Kürbis und Feta aus dem Ofen so gut funktionieren

Das Prinzip ist simpel, aber genau deshalb so gut: Alles kommt zusammen auf ein Blech, wird einmal durchgemischt und der Ofen macht den Rest. Kein Topf, keine Pfanne, kein Abwasch-Drama. Und geschmacklich passiert im Ofen richtig was.

Der Hokkaido wird durch die Hitze butterweich und leicht karamellisiert. Die Honig-Zimt-Marinade verstärkt diese Süße, ohne dass es dessertartig wird. Die Gnocchi aus dem Kühlregal werden im Ofen außen knusprig und innen weich, viel besser als gekocht. Und der Feta? Der kommt erst in den letzten Minuten dazu und wird cremig-salzig. Die Kombination aus süß (Kürbis, Honig), würzig (Zimt, Muskat) und salzig (Feta) ist der Grund, warum dieses Rezept bei mir von September bis Januar auf Dauerrotation läuft.

Und das Beste: Von Kühlschrank auf den Tisch in unter 50 Minuten. Davon sind 10 Minuten Schnippeln und der Rest ist Ofenzeit, in der man die Füße hochlegen kann.

Knusprige Ofen-Gnocchi mit cremigem Feta und karamellisierten Kürbiswürfeln

Tipps für die perfekten Ofen-Gnocchi mit Kürbis

Ober-/Unterhitze, nicht Umluft. Das ist wirklich wichtig. Umluft trocknet die Gnocchi aus und sie werden hart statt knusprig-weich. 180 °C Ober-/Unterhitze ist der Sweet Spot.

Kürbis nicht zu klein schneiden. Ungefähr 2 cm große Würfel sind ideal. Zu klein und er zerfällt, zu groß und er wird nicht rechtzeitig gar. Hokkaido muss nicht geschält werden, das spart nochmal Zeit.

Feta erst spät dazugeben. Nicht von Anfang an mit aufs Blech! Der Feta braucht nur 7-10 Minuten, um cremig zu werden. Früher dazugeben heißt: zäher, gummiartiger Feta. Niemand will das.

Gnocchi nicht vorkochen. Gnocchi aus dem Kühlregal können direkt in den Ofen. Sie werden dort knuspriger als im Wasser und nehmen die Marinade besser auf. Wichtig: Kühlware nehmen, nicht die vakuumierten aus dem Trockenregal.

Einmal wenden, nicht öfter. Nach 20 Minuten einmal alles wenden, damit die Gnocchi von beiden Seiten Farbe bekommen. Danach in Ruhe lassen.

Variationen der Gnocchi mit Kürbis vom Blech

Mit Butternut-Kürbis statt Hokkaido. Funktioniert genauso gut, muss aber geschält werden. Die Schale vom Butternut wird beim Backen nicht weich genug. Geschmacklich ist Butternut etwas nussiger.

Mit Walnüssen und Salbei. Kurz vor dem Servieren geröstete Walnüsse und ein paar frittierte Salbeiblätter drüber streuen. Klingt schick, schmeckt fantastisch und ist null Aufwand.

Mit Cranberries. Getrocknete Cranberries in den letzten 10 Minuten mitbacken. Die säuerliche Fruchtigkeit passt überraschend gut zu Kürbis und Feta.

Mit Süßkartoffel statt Kürbis. Für die Zeit außerhalb der Kürbis-Saison: Süßkartoffel in Würfeln funktioniert mit der gleichen Marinade. Backzeit bleibt ähnlich.

Gnocchi mit Kürbis und Feta aus dem Ofen auf einem Backblech, von oben fotografiert

Aufbewahren & Aufwärmen

Ehrlich: Dieses Gericht ist nicht zum Aufwärmen geeignet. Die Gnocchi werden trocken, der Kürbis zerfällt und der Feta wird zäh. Am besten frisch servieren und komplett aufessen.

Wer Zeit sparen will: Den Kürbis schon Stunden vorher würfeln und in der Marinade ziehen lassen, das intensiviert den Geschmack sogar. Die Gnocchi erst kurz vor dem Backen untermischen, sonst weichen sie auf.

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Gnocchi mit Kürbis und Feta aus dem Ofen

Gnocchi mit Kürbis und Feta vom Blech: Alles wird zusammen in einer Honig-Zimt-Marinade geschwenkt und im Ofen gebacken, bis die Gnocchi knusprig und der Feta cremig ist. Ein Blech, 40 Minuten, null Abwasch. Herbst-Soulfood pur.
Portionen 3
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 37 Minuten
Gesamtzeit 47 Minuten

Zutaten

Anleitungen

  • Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Den Hokkaido-Kürbis waschen, halbieren, Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Die Schale kann dranbleiben.
  • Olivenöl, Honig, Pumpkin Spice (oder Zimt und Muskat), Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel zu einer Marinade verrühren.
  • Die Gnocchi und die Kürbiswürfel zur Marinade geben und alles gut durchmischen, bis alles gleichmäßig bedeckt ist.
  • Die Mischung auf dem Backblech verteilen. Darauf achten, dass alles möglichst einlagig liegt.
  • 20 Minuten backen, dann einmal wenden und durchmischen.
  • Weitere 10 Minuten backen. Dann den Feta grob über die Mischung bröseln.
  • Nochmal 7-10 Minuten backen, bis der Feta weich und cremig ist. Sofort servieren.

Notizen

Butternut-Kürbis funktioniert auch, muss aber geschält werden.
Gnocchi aus dem Kühlregal müssen nicht vorgekocht werden, sie werden im Ofen außen knusprig und innen weich.
Ober-/Unterhitze ist wichtig, bei Umluft trocknen die Gnocchi zu schnell aus.
Die Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Zutaten und tatsächlicher Zubereitung abweichen.
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Kalorien: 520kcal
Gericht: Hauptgericht

Nährwerte

Kalorien: 520kcal | Kohlenhydrate: 52g | Proteine: 14g | Fett: 28g | Ballaststoffe: 4g

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Knusprige Ofen-Gnocchi mit cremigem Feta und karamellisierten Kürbiswürfeln

Häufige Fragen zu den Gnocchi mit Kürbis und Feta

Muss ich die Gnocchi vorher kochen?

Nein. Gnocchi aus dem Kühlregal können direkt in den Ofen und werden dort sogar besser als im Wasser: außen knusprig, innen weich. Wichtig ist, dass du frische Gnocchi aus der Kühlung nimmst, nicht die vakuumierten vom Trockenregal.

Kann ich statt Hokkaido auch Butternut-Kürbis nehmen?

Ja, Butternut funktioniert genauso gut. Er muss allerdings geschält werden, da seine Schale beim Backen nicht weich genug wird. Geschmacklich ist Butternut etwas nussiger als Hokkaido.

Warum Ober-/Unterhitze statt Umluft?

Umluft trocknet die Gnocchi aus, sie werden dann eher hart als knusprig. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze bekommen sie die richtige Textur: außen goldbraun, innen noch weich.

Kann ich das Rezept auch vegan machen?

Ja. Den Feta durch einen veganen Feta-Ersatz (z.B. auf Kokosöl-Basis) ersetzen und den Honig durch Ahornsirup. Geschmacklich kommt das nah ran, auch wenn veganer Feta im Ofen anders schmilzt.

Wie lange braucht das Rezept insgesamt?

Etwa 47 Minuten: 10 Minuten Vorbereitung (Kürbis schneiden, Marinade mischen) und ca. 37 Minuten im Ofen. In der Ofenzeit musst du nur einmal wenden.

Eignet sich das Gericht zum Aufwärmen?

Leider nein. Die Gnocchi werden trocken, der Kürbis zerfällt und der Feta wird zäh. Am besten direkt frisch servieren. Den Kürbis kann man aber problemlos Stunden vorher in der Marinade einlegen.

Guten Appetit,
Mirja

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  1. Liebe Mia,
    das Rezept klingt super lecker. Das will ich unbedingt ausprobieren. Ich hab hier noch einen Butternut-Kürbis. Meinst du das geht auch? Und warum ist das Rezept nicht zum Aufwärmen geeignet?

    Gruß Antonia

    1. Hallo Antonia,
      den Butternut kannst auch auch verwenden – er muss allerdings geschält werden, da die Schale nicht zum Verzehr geeignet ist.
      Beim Aufwärmen werden die Gnocchi trocken, der Kürbis zerfällt und der Feta wird zäh.
      Viele Grüße,
      Mia

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