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Hammer Hummus – mein Hummus-Rezept für den cremigsten Hummus

2012 habe ich als eins der ersten Rezepte überhaupt ein Hummus Rezept hier auf meinem Blog veröffentlicht. Schon damals gehörte er zu meinen Leibspeisen – tatsächlich war Hummus eins der ersten Rezepte, die ich wirklich von der Pike auf zuzubereiten gelernt hatte.
Damals habe ich einfach alle Zutaten (Dosenkichererbsen direkt aus der Dose, Knoblauch, Tahini, Zitronensaft und Olivenöl) in einen Mixer getan und gemixt, bis eine Paste entstanden ist. Ich verlinke das Rezept an dieser Stelle ausdrücklich nicht, aber wenn ihr es finden wollt, werdet ihr sicher einen Weg finden, auf den alten Beitrag zu gelangen.

Seit ich das erste Mal ein Hummus Rezept gepostet habe, ist viel passiert.
Nicht nur, dass mein Hummus-Konsum über die Jahre noch ein mal drastisch angestiegen ist, ich habe das Rezept auch – für mich – perfektioniert. Mit der Zeit habe ich viele unterschiedliche Techniken und Herangehensweisen ausprobiert und mein persönliches, perfektes Rezept gefunden. Das bedeutet zwar, dass sich der ganze Vorgang ein bisschen verkompliziert hat (einfacher ging es ja auch kaum), aber meiner Meinung nach ist es das allemal wert.

Wie immer, wenn dies der Fall ist: Dies ist kein Original-Rezept. Ich komme nicht aus einer Familie, in der Oma traditionell Hummus nach Jahrhunderte überliefertem Familienrezept gemacht hat. Ich bin einfach nur ein großer Hummus-Fan und wenn in deiner Familie oder wo auch immer der Hummus anders gemacht wird und du ihn genau so liebst und nicht anders machen willst – go for it!
Solltest du jedoch Hummus lieben, so wie ich und für mein Rezept offen sein, kann ich es dir nur ans Herz legen. Ohne Scham kann ich nämlich zugeben, dass mich mein Hummus immer wieder begeistert.

Zwei Dinge sind meiner Meinung nach essentiell für den perfekten Hummus:
1. Wir brauchen eiskaltes Wasser. Nicht Zimmertemperatur, nicht ein bisschen kalt – EISkalt muss es sein. Das macht den Unterschied zwischen einer zähen, klebrigen Masse und einem superfluffigen, supercremigen Hummus aus.
2. Das Olivenöl macht niemals Bekanntschaft mit unserem Mixer, sondern kommt erst nach dem Mixen dazu. Für mich ergibt das einen geschmacklichen Unterschied, der mein Hummus von „Ja, schon lecker!“ zu „Alter Schwede, ist das lecker!!!“ transformiert hat.

Ich würde an dieser Stelle nun gern schreiben, dass es keinen Unterschied macht, ob du deine Kichererbsen vor dem pürieren „schälst“, also die kleinen Häute entfernst, die sich nach dem Kochen langsam von alleine lösen, oder ob du einfach alles direkt in den Mixer schmeisst. Leider muss ich jedoch zugeben: Ohne Schale wird es cremiger.
Ich bin dazu übergegangen, die gekochten und abgekühlten Kichererbsen kurz zwischen zwei sehr sauberen Tüchern zu reiben und dann die Schalen herauszusammeln. Ganz ehrlich? ALLE Schalen zu entfernen, ist mir auch zu viel Arbeit und bei der Zwei-Handtücher-und-Rubbeln-Technik kommt einiges runter. Für mich ist das ein Kompromiss, mit dem ich leben kann.

Zum Schluss, bevor es an das Rezept geht, noch ein letztes Thema, das unter Hummusfetischisten gerne diskutiert wird: Frische Kichererbsen oder Kichererbsen aus der Dose?
Ich provoziere mal den Shitstorm und gebe zu: Ist mir sowas von egal, solang die Kichererbsen wirklich sehr, sehr weich gekocht sind. Das bedeutet, dass ich, wenn ich denn Kichererbsen aus der Dose verwende, diese meistens noch mal ein bisschen „nachkoche“.
Mit Kichererbsen aus der Dose bekommt das Ergebnis leichte Abstriche in der B-Note, was Farbe betrifft und der Geschmack ist bei „frischen“ Kichererbsen vielleicht ein klitzekleines bisschen besser, aber ich halte den Unterschied für so marginal, dass ich auch ein Hummus aus Dosen-Kichererbsen nicht von meiner Tischkante schubsen würde.

Hammer Hummus

Rezept für 1 wirklich große Portion

500 g gekochte, geschälte Kichererbsen
4 EL Tahini
2 Knoblauchzehen
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/4 TL Cayennepfeffer
1/2 TL Salz
Saft von 1/2 Zitrone
3-4 Eiswürfel
eiskaltes Wasser
Olivenöl und Paprikapulver zum Servieren

Die Kichererbsen zusammen mit der Tahini-Paste, den Knoblauchzehen, dem Kreuzkümmel, dem Cayennepfeffer, dem Salz, dem Zitronensaft und dem Eiswürfeln in einem Mixer zu einer sehr cremigen Masse pürieren. Dabei so viel kaltes Wasser hinzugeben, bis die Konsistenz des Hummus dem eigenen Geschmack entspricht.

Den Hummus in eine flache Schale streichen und mit reichlich Olivenöl betröpfeln. Etwas Paprikapulver darübergeben und entweder sofort servieren oder gekühlt aufbewahren.

Fertig!

Tipp: Hummus kann man einfrieren.
(Oder aber ihr macht es wie ich und esst einfach die kompletten 600-700 Gramm Endprodukt mit Gemüse und Pita-Brot als Hauptmahlzeit.)

Guten Appetit,
Mirja

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