Freestyle kochen im Chaotenclub – Spaghetti mit Zucchinicreme

3 Mai

Der Sommer ist in Norddeutschland angekommen – Jippie! Ich krame meine Sommerkleidchen und die FlipFlops hervor und freue mich wie ein kleines Kind über die ersten Sommersprossen auf meinem Nasenrücken.

Wenn meine Mutter, meine kleine Schwester Lilly und ich aufeinandertreffen, dann gibt es immer Essen. Wir verwandeln die Küche gerne  in ein Schlachtfeld, aber was auf dem Teller landet, das schmeckt meistens ziemlich gut. Egal ob süß oder herzhaft: Essen ist Liebe!
Bei unserem letzten Treffen vor ein paar Tagen standen wir vor einer besonderen Herausforderung: Improvisationsküche! Wir wussten, dass wir etwas kochen wollen und wir hatten frisch gekaufte Gewürze… Aber viel mehr stand am Anfang auch gar nicht fest! Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon, die Erwartungen waren niedrig und damit nicht schwer zu erfüllen. Aber das Ergebnis war bombastisch!

Leute, ab jetzt gibt es öfter Zucchinicreme zu Pasta!

Zutaten (für ca. 4 Portionen)

500g Zucchini
2 Knoblauchzehen
1 kleine Zwiebel
etwas Öl
100ml Brühe
ca. 120ml Sahne
1 handvoll (frischer!) geriebener Parmesan
1 handvoll Petersilie
1 handvoll Basilikum zum Garnieren
500g Spaghetti

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Zucchini vierteln und ebenfalls würfeln. Alles zusammen in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten. Mit der Brühe ablöschen und köcheln lassen, bis die Zucchini weich sind. Danach die Sahne und die Petersilie hinzugeben, alles noch einmal aufkochen lassen und gut durchpürieren.
Die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen, bis sie al dente sind. Danach beides heiss servieren!

Fertig!

Die beste Köchin der Welt: Lilly!

Die Zucchinicreme schmeckt übrigens am zweiten Tag noch viel besser! Unbedingt genügend machen und ausprobieren!

Post aus meiner Kueche – selbstgemachte Krokanttrueffel

29 Apr

Endlich war es so weit! Es gab Post aus unserer Küche!
Um die 300 Pakete wurden von hier nach dort geschickt, alle mit einem Thema: Schokolade!

Ich durfte mit der lieben Lena von Coconut and Vanilla tauschen!

Das war übrigens gar nicht so einfach, war ich doch unerwartet plötzlich vor einige Schwierigkeiten gestellt. Das Schwierigste: Zwei Tage lang kein Wasser in der Wohnung. Könnt ihr euch das vorstellen? Ein kleiner Rohrbruch und plötzlich sind die einfachsten Dinge nicht mehr möglich: Abwaschen, Hände waschen, kochen etc. Nach einer eingelegten Nachtschicht konnte ich Lena aber doch noch rechtzeitig ihr Paket schicken.
Was drin war? Selbstgemachte Krokanttrüffel!

Zutaten (für ca. 35 Trüffel)

Für den Krokant:

1 Schuss Wasser
200g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
100g gehackte Haselnüsse

Für die Trüffel:

225g Schokolade (mit mindestens 70% Schokolade)
140ml Sahne
1 EL Honig
1 EL Puderzucker
1 EL Kakaopulver
1 EL Zucker

Zuerst muss der Krokant gemacht werden. Natürlich kann man auch gekauften nehmen, aber selbstgemacht schmeckt er WELTEN besser!
Den Schuss Wasser mit dem Zucker und dem Vanillezucker in eine Pfanne geben und zum Kochen bringen. Immer gut umrühren (und ganz vorsichtig sein, denn der Zucker ist supermegaextrem heiss! Ich hab einen Spritzer auf den Finger bekommen und hatte tagelang eine dicke Brandblase davon!). Den Sirup so lange kochen lassen, bis die Masse goldbraun wird. Dann die gehackten Haselnüsse unterrühren. Wenn alles bedeckt ist, die Masse auf ein ausgelegtes Backblech geben. Gut abkühlen lassen! Wenn es außen schon kalt ist, kann es innen trotzdem noch höllisch heiss sein.
Ist der Krokant ausgekühlt, hat man einen riesigen Krokantklops. Dieser muss kleingemacht werden! Wer eine starke Küchenmaschine hat, ist hier klar im Vorteil. Alle anderen müssen es wie ich tun: Ab in einen Gefrierbeutel damit und dann mit einem Nudelholz kleinhacken. Das ist mühevoll, dauert lang und macht krach, man wird aber mit wundervollem Krokant belohnt!

 

Nun kommt die Schokoladenmasse: Die Schokolade mit der Sahne in eine Schüssel geben und für 3 Minuten bei 900 Watt in die Mikrowelle stellen. Am besten alle paar Sekunden umrühren, damit nichts verbrennt!
Ist die Schokolade flüssig, muss gut umgerührt werden, damit der Rahm sich später nicht absetzt. Anschliessend den Honig und den Krokant einrühren und die Masse in den Kühlschrank stellen. Nun muss abgewartet werden, bis sie gut durchgekühlt ist (das hat bei mir knapp 2 Stunden gedauert).

Anschliessend die Masse mit einem Löffel aus der Schüssel kratzen und zu kleinen Kugeln formen. Danach können diese wahlweise mit Kakaopulver (hochwertiger Backkakao), Puderzucker oder Kristallzucker ummanteln (oder wie bei mir: alles drei Varianten!).

Fertig!

Leider sind meine Trüffel wohl nicht ganz heil bei Lena angekommen, obwohl ich sie, bevor ich sie auf die Reise geschickt habe, sogar mehrere Stunden auf Eis gelegt hatte. Ich dachte, die Metalldose, in der ich sie verschickt habe, hält die Kälte. Leider war wohl das Gegenteil der Fall. Das tut mir SO leid! Aber auch, wenn sie jetzt ein einziger Klumpen sind, sollten sie eigentlich noch schmecken!

Die Tütchen und die Aufkleber kommen übrigens aus dem wundervollen DaWanda-Shop “Small Treasures”!

Ein Herz fuer Baerlauch – Baerlauchsuppe mit Spargel

26 Apr

Ich bin  ja im Moment weiter am Abspecken. Gegen Winterspeck hab ich ja bekanntermaßen nichts, aber der Winter ist ja nun vorbei! Außerdem sind viele frische Frühjahrsgerichte perfekt um ein paar überflüssige Pfunde loszuwerden.

Bärlauch und Spargel sind meine absoluten Frühjahrsfavoriten, zumindestens, was die herzhafte Küche angeht. Da ich schon ewig mal eine Bärlauchsuppe probieren wollte, hab ich mich gefragt… Warum nicht beides in einen Topf werfen? Gedacht, getan, geliebt!

Zutaten (für 2 große Portionen)

1 große mehligkochende Kartoffel
1/2 Bund Bärlauch
1 Zwiebel
200g Spargel (bereits vorgekocht)
250ml Brühe
etwas (Soja-)Sahne
etwas Öl

Kartoffel und Zwiebel schälen und kleinschneiden. In einem Topf in etwas Öl kräftig anbraten. Den Bärlauch dazugeben und mitbraten, bis er in sich zusammenfällt. Dann mit der Brühe ablöschen und ca. 30 Minuten köcheln lassen.
Dann  alles gut durchpürieren. Den Spargel kleingeschnitten hinzugeben und noch einmal aufkochen lassen. Beim Servieren etwas (Soja-) Sahne hineinrühren.

Fertig!

Von der Suppe gibts nur ein Bild – denn sie war schneller weg, als ich fotografieren konnte!

Ich finde die Kombination Bärlauch und Spargel grandios! Habe gleich am nächsten Tag ein Risotto mit grünem Spargel und Bärlauch hinterhergemacht (Rezept kommt vielleicht noch), das war MINDESTENS genauso lecker!

Und jetzt erzählt mir: Womit kombiniert ihr Bärlauch?

Guten Appetit!
Mia

The Winner is…! ..und ein Kuechenunfall

24 Apr

Die aufmerksamen Leser unter euch werden festgestellt haben, dass es vorgestern kein Sonntagssüß gab. Der Grund ist ziemlich banal: Mein Süß ist verdammt in die Hose gegangen.
Eigentlich wollte ich Milchreis mit Äpfeln und Zimt machen. Ziemlich schnell musste ich feststellen, dass ich keine Milch zu Hause hatte. Das schien aber kein Problem zu sein, denn Tante Google hatte ein Rezept für “Milchreis ohne Milch” für mich parat.
Was ich nicht ahnen konnte (gelogen! Ich hab’s geahnt!): Das wird nix. Zuerst ist alles viel zu süß gewesen, dann viel zu dünn und am Ende wars einfach nur eine schreckliche Matschepampe.
Gegessen hab ich’s natürlich trotzdem, aber das Rezept muss ich euch nicht weitergeben. Das muss man nicht probieren, das will man nicht probieren!

Ein Bild gibt’s trotzdem, denn schlecht sah’s nicht aus:

Nun aber zu den wirklich wichtigen Dingen des Tages:

 

Das Töpfchen hat gesprochen – das Los hat entschieden!

Die 3 Gewinner der “Mollie Makes” stehen fest und es sind (TROMMELWIRBEL, TROMMELWIRBEL, TUSCH!!!)

 

Ihr drei Lieben! Seid doch so gut und schickt mir eure Adressen an mia@kuechenchaotin.de, damit ich euch zeitnah euer Heftchen zukommen lassen kann!

Euch und allen anderen: Vielen Dank für’s mitmachen. Ihr habt das (Tupper-)Töpfchen ganz schön vollgemacht und ich hab mich über die vielen Teilnehmer riiiiiesig gefreut! Ihr seid alle so großartig!

Fruehlingsmaessig – Ofenkartoffeln mit Baerlauchdip

19 Apr

Was ihr nicht wisst: Ich habe die letzten 10 Tage gefastet. Die Fastenzeit ist zwar schon längst vorbei, aber ich wollte lieber erst nach Ostern fasten.
Nicht ganz komplett, sondern mit einem Shake (weil das gesünder und schonender sein soll, als wirklich gaaar nix zu essen) aber ich habe wirklich 10 Tage keine feste Nahrung zu mir genommen. Das ist gar nicht so schlimm, wie man sich das immer vorstellt. Der erste Tag ist unerträglich, weil man plötzlich uuuunbedingt essen will, aber spätestens nach 3 Tagen bekommen man das Gefühl, nie wieder essen zu müssen. Auch wenns natürlich irgendwie verführerisch ist, wenn jemand anderes einem etwas vor-isst.
Ich hab mich energiegeladener gefühlt, musste weniger schlafen und habe ein paar Winterspeckpfunde verloren, was, in Anbetracht der kommenden Badesaison sicherlich nicht schlecht ist.

Nun ja. Am Ende meiner Fastenzeit kam mir dann die Frage, womit man denn wieder startet. Fastenbrechen! Magenschonend solls sein, nicht fettig und am besten natürlich irgendwie gesund.
Dass es etwas mit Kartoffeln werden muss, stand heute ziemlich schnell fest. Beim Einkaufen fiel mir dann ENDLICH der erste Bärlauch dieses Jahres in die Hände (nach Kiel hat er dieses Jahr etwas länger  gebraucht) und dann war ziemlich schnell klar, dass ein Dip mit Bärlauch her muss. Außerdem ein bisschen Rohkost und der klassische Apfel zum Fastenbrechen.
Definitiv ein Rezept, dass man sich auch so mal auf die schnelle machen kann, denn es war wirklich lecker! Der Dip kommt bei mir auf jeden Fall noch mal auf den Tisch.

Zutaten (für eine Person)

2 mittelgroße, mehligkochende Kartoffeln
1/2 Salatgurke
200g Bärlauch
200g (Soja-)Joghurt
1 kleine Möhre
Meersalz und Pfeffer zum Abschmecken

Zuerst die Kartoffeln waschen und mit einer Gabel oder einem Messer mehrfach einstechen. Diese bei 200°C für 60 Minuten in den Ofen schieben und nach der Hälfte der Zeit wenden.Durch das Backen ohne Fett und Folie werden sie nachher ganz besonders aromatisch!

Nun den Bärlauch fein hacken, die Salatgurke vierteln, entkernen und ein Viertel in ganz kleine Stückchen schneiden. Die Gurkenstückchen und den Bärlauch mit dem (Soja-)Joghurt glattrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und ein bisschen durchziehen lassen. Ich habe Sojajoghurt statt Kuhmilchjoghurt gewählt, weil ich mir habe sagen lassen, dass echter für manche für die erste Mahlzeit nach dem Fasten zu “fett” ist. Wer nicht gefastet hat, kann natürlich auch den anderen wählen.
Die restliche Gurke und die Möhrchen in Stifte schneiden.

Nach 60 Minuten die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen. Sie können mit oder ohne Schale gegessen werden.

Fertig!

Ich freue mich übrigens jetzt schon auf mein erstes Sonntagssüß nach 10 langen Tagen ;)

Habt ihr schon mal gefastet?

Guten Appetit,
Mia