Die Sansibar by Breuninger in Stuttgart – ein bisschen Sylt-Feeling mitten in Baden-Württemberg

von Mia | Küchenchaotin

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Wie kommt es, dass sich am Flughafen in Stuttgart an der Schlange vor dem Gate zwei Männer über Currywurst aus der Sansibar Sylt unterhalten? Ganz einfach: Das Konzept kommt in die Landeshauptstadt und damit zieht auch ein bisschen „alte Heimat“-Feeling für mich ein. Ich durfte beim Presse- und Bloggerevent schon vor der Öffnung dabei sein und hinter die Kulissen gucken. Was ich dort gesehen habe, verrate ich euch jetzt!

Diie Sansibar im Breuninger in Stuttgart versprüht tatsächlich ein bisschen Sylt-Gefühl. Hier wurde auf viel Holz, Erd- und Naturtöne gesetzt, die mit warmen Licht beleuchtet werden. Je nachdem, in welche Ecke es einen verschlägt, ist es charmant loungig oder auch hell und offen, aber nicht weniger gemütlich. Auf ca. 765 Quadratmetern gibt es insgesamt fast 400 Plätze drinnen und bald auch draussen auf der Außenterrasse.

60 Mitarbeiter arbeiten in der Sansibar by Breuninger in Stuttgart – 30 in jeder Schicht.
Bei einem Blick hinter die Kulissen wird klar: In der Küche wird es kuschelig. Sie blitzt und blinkt im Moment noch, aber das wird sich bald ändern, denn: Hier wird geackert, um die typischen Sansibar-Schleckerchen auf die Teller zu bringen.

Zugegeben: Die Karte ist eher fleisch- und fischlastig, so wie die Karten aller Sansibar-Restaurants. Neben den üblichen verdächtigen (unter anderem Sylter Austern, die legendäre Currywurst, feine Burger, prächtige Steaks, fangfrische Fischklassiker und Pastagerichte wie Spaghetti mit Scampi oder Aglio Olio) wissen die Köche und Mitarbeiter aber auch, wie man ein Mädchen wie mich glücklich macht: Mit einer großen Portion Pommes mit Trüffel und Parmesan (die in der Sansibar auf Mallorca sowieso schon ein Klassiker ist) und mit einem großen Kaiserschmarrn „mit alles“. Die Küche versucht, die Sylter Klassiker mit regionalen Spezialitäten zu vereinen – eine spannende Kombination, die ganz nach meinem Geschmack ist. Ich bin mir sicher, dass sich auch wieder andere vegetarische Gerichte auf der finalen Karte des Restaurants finden werden und bin schon sehr gespannt.

Neben dem Essen muss hervorgehoben werden, dass es in der Sansibar eine wirklich tolle Weinkarte gibt. Viele der Weine sind exklusiv für die Sansibar abgefüllt und können nur hier genossen werden. Es lohnt sich! In dieser Atmosphäre lässt es sich sicher auch ohne Essen bei einem guten Glas Weißburgunder oder einem feinen Shiraz aushalten. Ein guter Ort für den Start in ein entspanntes Wochenende mit guten Freunden, zum Runterkommen nach der Arbeit oder auch für ein lockeres, aber zeitgleich schickes Abendessen mit den Liebsten.

Die Sansibar by Breuninger in Stuttgart eröffnet offiziell am 13. Mai 2017 und hat 7 Tage in der Woche, auch außerhalb der Öffnungszeiten des Kaufhauses geöffnet. Die Eröffnung der Terrasse ist vorraussichtlich Ende Mai. Wir werden sicher wiederkommen, denn wir wollen das fertige Ergebnis unbedingt sehen!

Alles Liebe,
Mia

Vollkornbrot mit Sauerteig – mein erstes, selbstgemachtes Sauerteigbrot

von Mia | Küchenchaotin

Mein Projekt „Brot backen lernen“ geht in eine neue Runde. Dieses Mal: Das erste „richtige“ Brot aus meinem selbstgemachten Sauerteig.
Ich liebe Vollkornbrot – weil es nach etwas schmeckt. Während normale Weißbrote oft wirklich fad schmecken, ist an Vollkornbrot immer etwas dran. Deshalb sollte mein selbstgemachter Sauerteig auch als erstes für ein Vollkornbrot hinhalten.

Je älter ein Sauerteig ist, desto „besser“ wird er. Und besser bedeutet unter anderem: Triebstärker. Ein gut gepflegter Sauerteig kann Hefe vollständig ersetzen. Da meiner noch sehr jung und nicht so triebstark ist, habe ich bei diesem Brot noch zusätzlich Hefe hinzugegeben. Es ist zwar relativ kompakt, aber gleichzeitig sehr locker und angenehm zu essen. Nicht so schlecht für einen ersten Versuch!

Vollkornbrot mit Sauerteig - www.kuechenchaotin.de

Das Rezept habe ich euch natürlich mitgebracht:

Vollkornbrot mit Sauerteig

Rezept für 2 kleine Brote

400 g Roggenvollkornmehl
400 g Weizenvollkornmehl (+ etwas zum Verarbeiten)
2 EL Brotgewürz
1 EL Salz
15 g frische Hefe
150 g Sauerteig (das Rezept findet ihr hier)
450 ml lauwarmes Wasser

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Sauerteig für Dummies – Roggensauerteig selber machen – Selfmade Sunday

von Mia | Küchenchaotin

Letzte Woche habe ich euch in diesem Beitrag ja schon davon erzählt, dass es mit mir und Brot ein bisschen schwierig ist. Ich esse es gerne, es wollte mir aber nie gelingen, selber welches zu backen. Zu trocken, zu fad, zu hart, innen noch roh – ich hab das alles durch.
Die Sache ist: ich liebe gutes Brot. Aus Roggen und Dinkel und Vollkorn. Sauerteigbrot. Brot, das auch nach etwas schmeckt und nicht nur das leblose Vehikel für das ist, was drauf kommt. Deshalb möchte ich so gerne lernen, wie man gutes Brot selber backt!

Vor zwei Wochen habe ich den ersten Schritt in Richtung „Ich backe mein Brot selber“ gemacht: Ich habe einen Sauerteig angesetzt. Und wohl alles falsch gemacht, was man so falsch machen kann. Das Ergebnis: Der Patient hat es leider nicht geschafft. Und statt mich noch mal Hals über Kopf in das Sauerteig-Abenteuer zu stürzen, habe ich mich eingelesen. Dann habe ich den zweiten Versuch gestartet und ich verrate euch: Gerade während ich diesen Beitrag schreibe, liegt eine Scheibe selbstgebackens Vollkorn-Sauerteigbrot (Rezept kommt nächste Woche!) mit Butter und Salz neben mir, das gut schmeckt und wirklich nicht misslungen ist.

Heute verrate ich euch, wie ich den Sauerteig angesetzt habe und verrate euch die Tipps, die meinen zweiten Versuch auf der Sauerteig-Skala von Flop zu Top katapultiert haben. Denn seien wir ehrlich: Wer anfängt, sich ganz neu mit dem Thema zu beschäftigen, versteht am Anfang nur Bahnhof. Anstellgut?  Auffrischen? Einstufige und mehrstufige Führung? Wer so wie ich bei 0 anfängt, fährt hiermit vermutlich für den Start ganz gut:

Roggensauerteig selber machen - www.kuechenchaotin.de

Roggensauerteig ansetzen für Anfänger

Zutaten

200 g (Vollkorn-)Roggenmehl
200 ml lauwarmes Leitungswasser

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Schwäbische Dinnete mit Kartoffeln und Käse – Eat like a Swabian

von Mia | Küchenchaotin

Ich stelle jetzt mal ein Wort in den Raum, mit dem Wissen, dass viele von euch damit vermutlich nichts anfangen können. Aber das ist ok, denn mir ging es mein ganzes Leben lang genau so. Das Wort ist: Dinnete. Oder auch Dennete, Deie, Dinnede, Dinne, Dünne, Dünnele, Dinnele oder Dennetle. Und sie ist einer der Gründe, warum ich meine neue Heimat im Schwabenland aus kulinarischer Sicht so heiß und innig liebe. Was meint ihr, was das ist?

Die Dinnete ist ein schwäbisches Gericht aus dem Ofen, das irgendwo zwischen Pizza und Flammkuchen einzuordnen ist. Dinnete kommt von „dünn“ und so ist auch der Teig. Und belegt ist sie mit feinsten regionalen Zutaten: Sauerrahm, ganz klassisch mit Lauch und Speck, vegetarisch mit Kartoffeln und Käse, süß mit Äpfeln, Zucker und Zimt oder einfach, wie es dir gefällt.
Mein erstes Date mit einer feinen Dinnete hatte ich vor zwei Jahren auf dem Weihnachtsmarkt in Esslingen. Der mittelalterlich angehauchte Stand sah unscheinbar aus, aber als ich die schwäbischen Pizzen in der Auslage entdeckte, war es sofort um micht geschehen. Der herrlich duftenden Hefeteig, die längliche Form mit etwas dickerem Rand, der dicke Belag aus Kartoffeln und Käse – ich konnte nicht widerstehen. Glück für 4€, direkt auf die Hand.

Schwäbische Dinnete mit Kartoffeln und Käse - www.kuechenchaotin.de

Schwäbische Dinnete mit Kartoffeln und Käse

Rezept für 4 Dinnete

Für den Teig
500 g Weizenmehl
12 g Salz
1/2 Würfel frische Bäckerhefe
300 ml Wasser

Für den Belag
150 g Sauerrahm
2 große Pellkartoffeln (ausgekühlt und gepellt)
2 Frühlingszwiebeln
Salz und Pfeffer
1 Prise Muskat
100 g geriebener Bergkäse

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