Spargelsalat mit Tomate und Mozzarella – Meine neue Lieblings-Grillbeilage

von Mia | Küchenchaotin

Ich bin typisch deutsch, denn: Ich liebe Spargel. In allen Variationen.
Während die meisten anderen Nationen nur lächelnd den Kopf schütteln können, bin ich mit dem Spargel-Mann an der Ecke per du und schaufele die herrlichen Stangen in mich rein, als gäbe es kein Morgen. Es ist ja auch fast so, als gäbe es keinen, denn die Spargelsaison ist immer viel zu schnell vorbei.

Ob grün oder weiß (oder violett!) – ich liebe sie beide, wie sie sind. In allen Varationen. „Pur“ mit Butter, als Risotto, zu Pasta, vom Grill oder als Aufstrich und auch in jeder anderen Verarbeitungsform: Ich würde niemals eine gute Mahlzeit mit Spargel verschmähen.

Heute habe ich mal wieder einen Spargel-Salat im Gepäck, der sich direkt zu meiner neuen liebsten Grillbeilage gemausert hat. Er ist leicht und sommerlich und hat trotzdem die volle Spargel-Power!
Ich habe den Spargel in unserem Sous Vide-Gerät* gegart, aber für euch auch eine Variante ohne Wasserbad entwickelt, da die Geräte leider bisher ja nicht gerade erschwinglich sind.
Sous Vide wird der Spargel genau auf den Punkt gegart, bleibt bissfest und verliert kein bisschen Geschmack – ganz im Gegenteil! Ich liebe dieses Teil! Aber ohne das Nieddriggaren im Wasserbad dürfte der Salat nicht weniger himmlisch werden.

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Spargelsalat mit Tomate und Mozzarella

Rezept für 6 Personen als Beilage
oder 2-3 Personen als Hauptspeise

15 Stangen weißer Spargel
3 EL Butter
3 EL Zitronensaft
Salz + Zucker
3 Zweige Thymian
250 g Kirschtomaten
150 g Mini-Mozzarrella (Abtropfgewicht)
1 Bund Basilikum
1 Schalotte
3 EL Olivenöl
3 EL Weißweinessig
3 EL Pinienkerne
Salz + Pfeffer

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Kueh Lapis Rempah – Singapurischer Baumkuchen

von Mia | Küchenchaotin

Als ich im Januar in Singapur war, war ich total heiß darauf, eine Nachspeise zu finden, die ich für euch mitbringen und nachkochen könnte. Vor meiner Abreise wusste ich jedoch nicht, dass das eine ganz schöne Herausforderung werden könnte!

Es ist nicht so, dass die Singapurer keine süßen Sachen essen. Selbst Kekse und Kuchen gibt es dort zu genüge. Das Problem ist jedoch: Wenn es sich dabei nicht um eigentlich europäische Rezepte handelt, dann sind die Zutaten entweder so ungewöhnlich oder die Zubereitungsform so traditionell und speziell, dass sie in der Heimat eigentlich nicht praktikabel sind.

Doch eines Abends entdeckte ich am Buffet eine Nachspeise, die mir optisch bekannt vorkam, aber anders schmeckte, als gedacht. Ein kurzes Nachfragen und schon kam die Erleuchtung: Auf meinem Teller lag Kueh Lapis Rempah – ein singapurischer Baumkuchen.
In Singapur wird viel mit Kondensmilch gearbeitet. Sie hat zwei entscheidende Vorteile der frischen Kuhmilch gegenüber: Sie kann ungekühlt gelagert werden und ist sehr lange haltbar.
Deshalb wird trinkt man sie im Kaffee und vielen anderen Getränken und bei Süßspeisen ist sie oft das Mittel der Wahl.

Das Rezept für den singapurischen Baumkuchen will ich euch selbstverständlich nicht vorenthalten. Ich warne euch aber gleich schon mal vor: Ihr werdet viele, viele Eigelbe brauchen. Und weil Lebensmittelverschwendung echt uncool ist, habe ich gleich auch ein paar Tipps für die Eiweiße für euch: Wie wäre es z.B. mit Meringue-Bites oder Schokoladen-Macarons? Alternativ könntet ihr natürlich auch große Mengen Eiweiß-Rührei kredenzen – das ist gesund und fettarm. Die Süßigkeiten machen allerdings mehr Spaß!

Singapurischer Baumkuchen - Kueh Lapis Rempah - kuechenchaotin.de

Kueh Lapis Rempah – singapurischer Baumkuchen

Rezept für 1 20×30 cm-Form

120 g Mehl
1/4 TL gemahlener Koriander
1/4 TL gemahlener Zimt
1 Prise gemahlener Piment
1 Prise  gemahlene Muskatnuss
1 MSP gemahlener Ingwer
1 Prise gemahlene Nelken
1 TL Backpulver
5 Eiweiß
7 EL gesüßte Kondensmilch
150 g Zucker
375 g Butter
20 Eigelb

Singapurischer Baumkuchen - Kueh Lapis Rempah - kuechenchaotin.de

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Alles außer klassisch – Tischdeko mit Blanchet [enthält Werbung]

von Mia | Küchenchaotin

Vor zwei Wochen habe ich euch meine Spargelpasta passend zum Wein von Blanchet gezeigt und ich habe mich über eins ganz besonders doll gefreut: Dass ein paar von euch tatsächlich die Tischdeko aufgefallen ist! Denn um die soll es heute noch ein mal gehen.

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Ich liebe es, Tische zur dekorieren und liebe alles, was mit liebevollen Details gespickt und ein bisschen außergewöhnlich ist. Deswegen war glasklar, dass ich keine „normale“ Dekoration mit weißer Tischdecke und Silberbesteck eindecken würde – das hätte auch gar nicht zum Gericht und den Weinen gepasst! Sowohl die Spargel-Pasta, als auch die Weine sind frisch und frühlingshaft und genau so wollte ich die Tischdeko auch halten. Der Claim ist schließlich: Entspannt genießen, lachen, leben … und dazu Blanchet!

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Der fruchtig-frische Blanc de Blanc trocken, der etwas fein-fruchtigere und im Vergleich lieblichere Blanc de Blanc halbtrocken und der elegant-fruchtige, trockene Chardonnay sind frühlingsgrünen Flaschen abgefüllt und genau das hat mich bei der Auswahl der Deko-Elemente inspiriert.
Wenn euch nähere Infos zu den Weinen interessieren, solltet ihr einen Blick auf die Homepage und/oder die Facebookseite von Blanchet werfen!

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Das Farbschema: Erdtöne, grün, weiß, ein paar Akzente in rot. Die Materialien: so natürlich wie möglich – denn das liebe ich! Holz, Stein, Bast, Sand, Papier und ein paar dezente Blumen. Statt eines Tischläufers habe ich mehrere Bast-Matten in grün und grau quer über die MItte des Tisches gelegt – wie ich finde eine tolle Alternative zur klassischen Variante!
Darauf habe ich den Rest der Deko drappiert. Treibholzstückchen, Kerzen in Gläsern auf Sand und 2-3 hohe, schlichte Blumen in kleinen Glasfläschchen. Unser schwerer, dunkler Holztisch ist die perfekte Grundlage

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Die Servietten sind klassisch weiß, aber das ist auch das einzig klassische auf dem Teller. Statt eines Serviettenrings habe ich einen Zwirn genutzt die Servietten und das Besteck mit etwas Minze – passend zum Hauptgang – zusammengebunden. Und statt klassischer Glasuntersetzer für die Weingläser habe ich noch welche aus Stein gefunden – so wird die Tischdeko richtig rund!

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Verratet ihr mir, was zu eurer „besonderen“ Tischdeko auf keinen Fall fehlen darf? Ich bin so gespannt!

Alles Liebe,
Mia

Singapur kulinarisch – what to eat in Singapore [kulinarischer Reisebericht]

von Mia | Küchenchaotin

Im Januar hatte ich die großartige Möglichkeit, mich in die Gewinner-Reise des Food Blog Awards nach Singapur einzuklinken. Unter der fantastischen Führung des Singapore Tourism Boards und unseren bezaubernden Fremdenführern Ignatius und Eunice von SingExpress Travel durfte ich die Stadt mit den Gewinnern des Awards kulinarisch erkunden.  Für mich ein echtes Highlight, denn: dadurch, dass ich die asiatische Küche erst in den letzten Jahren so richtig in ihrer ganzen Vielfalt zu lieben gelernt habe, war ich bisher noch nie dort.

Singapur ist das perfekte Land für Asien-Einsteiger. Der – für Asien verhältnismäßig kleine – Stadtstaat ein echter „Frischling“, denn erst in den 1960ern feierte er seine Unabhängigkeit. Seither leben hier größtenteils Chinesen, Malaien und Inder neben- und miteinander.
Es ist die vielleicht europäischste Stadt Asiens und wer englisch spricht, ist hier klar im Vorteil, denn in Singapur wird hauptsächlich englisch mit wenigen, asiatischen Einflüssen gesprochen.

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Das Stadtbild ist sehr unterschiedlich geprägt – moderne super-Bauten stehen direkt neben alt anmutenden, kleinen Gebäuden und je nach Straßenecke ist es entweder supermodern oder traditionell.
Es ist unfassbar sauber und es wirkt zu jeder Tages- und Nachtzeit so, als hätte gerade jemand frisch durchgewischt. Vandalismus und Umweltverschmutzung werden hier hart bestraft.
Außerdem fühlt man sich in Singapur zu jeder Zeit sehr sicher – was vielleicht auch damit zu tun hat, das Singapur eins der Länder mit den höchsten Lebenserhaltungskosten der Welt ist.

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In Singapur ist es heiß und feucht – rund 32°C hat es durschnittlich am Tag und ein mal am Tag gießt es kurz wie aus Eimern. Außerdem ist die Stadt eine der grünsten Großstädte, die ich je gesehen habe.

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Die kulinarische Vielfalt Singapurs ist, bedingt durch die vielen Kulturen, die sich in der Millionenstadt zusammengefunden haben, schier unüberschaubar. Sicher kann man mehrere Wochen im Land erbringen, ohne auch nur zwei mal das selbe gegessen zu haben.
Wie tief man dafür in die Tasche greifen kann und muss, ist sehr unterschiedlich. Ein vollständiges Menü für umgerechnet 3€, aber auch ein sternereifes Gourmet-Dinner für 300€ sind möglich. Aber eins ist das Essen, egal welcher Preisklasse meistens: unfassbar gut.

Hawker-Center

In Singapur wird nur selten zu Hause gekocht. Die fleissigen Singapurer haben weder die Zeit dazu, noch die Muße. Deshalb findet sich gefühlt an jeder zweiten Ecke ein sogenanntes Hawker-Center – eine Food-Mall mit etlichen kleinen Imbissen, an denen die verschiedensten Köstlichkeiten auf kleinstem Raum zubereitet werden. Die verschiedenen Küchen (chinesisch, malayisch, indisch und ein paar andere) sind hier dicht an dicht aufgereiht. Und wie überall ist es auch hier so: Der Stand mit der längsten Schlange ist (leider) oft der Beste!

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Nicht verpassen darf man hier Chicken Rice in der Variante „half of each“ (DAS Gericht der Singapurer – speziell zubereiteter Reis mit Hühnchen, halb gebraten, halb gekocht), das es auch in einer fast schon erschreckend echten, vegetarischen Form gibt, Laksa (eine typische Reisnudel-Suppe) und Hokkien-Mee (Bratnudeln Singapur-Style).

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Die Singapurer lieben Mock-Meat („Fake-Fleisch“) als eigenständiges Lebensmittel, statt als Fleischersatz, aber nicht alles, was vegetarisch aussieht, ist auch wirklich ohne Fleisch gekocht. Als Vegetarier ist es deshalb ratsam, zu schauen, wo die Mönche essen. In Singapur wird „vegetarisch“ nicht so eng gesehen („Da ist kein Fleisch drin“ = „Man sieht kein Fleisch“) und „vegan“ ist dort fast schon ein Fremdwort. Da viele Mönche jedoch aus religiösen Gründen eine strenge, vegetarische Diät leben, wissen sie genau, wo sie ihr Essen sicher ohne Tier bekommen – ganz davon ab, dass kein Koch sich sein Karma versauen möchte.

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Zum Nachtisch gibt es Fruit Rojak (einen Obstsalat Singapur-Style) oder z.B. Putu Piring (köstlichste kleine, gedämpfte Reisküchlein mit karamellisierter Palmzucker-Füllung) und typische Getränke zum Essen in Singapur sind Kopi (Kaffee) mit Kondensmilch und Butter oder frisch gepresster Zuckerrohrsaft, der zwar sehr süß, aber auch sehr erfrischend ist.

Hotels als kulinarischer Dreh- und Angelpunkt

Sowohl beim Sightseeing, als auch auf der Suche nach gutem Essen, trifft man immer wieder auf die prunkvollen Hotels Singapurs. Sie zählen zu den größten Sehenswürdigkeiten des Landes und beherben fantastische Restaurants.
Beispielsweise im Restaurant des Shangri-La, in dem das Buffett vom wahnsinnig sympathsichen (und jungen!) Küchenchef Vincent Wong mit den fantastischsten Köstlichkeiten ausgestattet wird, im Grand Hyatt oder im Marina Mandarin-Hotel.

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Wer auf einen guten Drink nicht verzichten möchte, darf sich das Raffles Hotel nicht entgehen lassen! Hier wurde der weltbekannte „Singapore Sling“ erfunden.

Was man außerdem nicht verpassen darf

Mutige dürfen es sich nicht entgehen lassen, die „Nationalfrucht“/Stinkefrucht „Durian“ zu probieren! Sie kann pur gegessen oder in anderen Lebensmitteln verarbeitet werden, darf aufgrund ihres Geruchs aber weder aus dem Land ausgeführt werden, noch an den meisten öffentlichen Plätzen verzehrt werden.

Für Vegetarier ist das Loving Hut ein absolutes „muss“! Hier gibt es authentische Küche und alle bekannten Landesspeisen ohne Tier und zum Großteil sogar vegan! Aber auch das „Genesis“ im Stadtteil Little India soll ein Paradies für Vegetarier und Veganer sein.

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Auf der Suche nach ausgefallenen Lebensmitteln und Gewürz-Souvenirs, führt kein Weg am Wet Market in Chinatown vorbei – ein überdachter Markt für Lebensmittel in seiner urigsten und vielleicht ursprünglichsten Form. Hier sollte nicht das beste Schuhwerk angezogen werden – denn der Wet Market heisst Wet Market, weil es dort sehr feucht und fischig ist.
Besonderer Tipp: Anthony the Spice Maker macht alle seine Gewürze selbst und sie sind jeden Cent wert. Ich habe das für euch getestet.

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Direkt um die Ecke des Wet Market ist übrigens ein wunderschöner, öffentlich zugänglicher buddhistischer Tempel, der einen kurzen Besuch mehr als wert ist.

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Chinatown und Little India sind außerdem auch optisch echte Highlights. Ich bin aus dem Fotografieren gar nicht mehr heraus gekommen!

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Und die Party-Animals unter uns werden beim Betreten der 1 Altitude Bar vor Verzückung glucksen! In der momentan höchsten Skybar der Welt, 282 Meter über der Stadt gibt es fantastische Gin-Tonics und andere Longdrinks!

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Und der Sightseeing-Klassiker Singapurs – das Marina Bay Sands Hotel mit seinem Infinity-Pool auf dem Dach – muss natürlich auch seine Erwähnung finden. Es ist das Wahrzeichen der Stadt.

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An dieser Stelle 1.000 Grüße und Umarmungen an die Mitreisenden: Trickytine, geschmeidige Köstlichkeiten, Goats Today, die Foodistas, Veggi.es, Food with a view, Kochblogradio, Fräulein Glücklich, Lisbeths und meinen Kochhelden – es war mir ein Fest, mit euch zu Reisen!
Und ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter, dass ich mich einklinken und an dieser wunderbaren Reise teilnehmen durfte. Ich würde am Liebsten gleich noch mal!

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Guten Appetit,
Mia

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